
Petla Experte
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.
Aufregung oder Freude
Manche Hunde zittern, wenn sie sich freuen – z. B. wenn du nach Hause kommst. Oft geht das mit Bellen oder sogar Urinieren einher. Du kannst das Verhalten durch ruhige Begrüßungen und gezieltes Training (z. B. „Sitz“ beim Wiedersehen) entschärfen.
Angst oder Stress
Auch Angst vor Geräuschen (Gewitter, Feuerwerk), Tierarztbesuchen oder Trennung kann Zittern auslösen. Wenn du den Auslöser erkennst, kannst du gezielt gegensteuern. In schweren Fällen hilft der Tierarzt mit angstlösenden Medikamenten.
Übelkeit
Hunde zittern manchmal, wenn ihnen übel ist – z. B. durch Reisekrankheit, falsches Futter, Medikamente oder Leber-/Nierenerkrankungen. Weitere Hinweise: Teilnahmslosigkeit, übermäßiges Speicheln, Schmatzen, Gähnen, Erbrechen oder Rückzug. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache.
Alter und Schmerzen
Im Alter entwickeln viele Hunde Zittern in den Hinterbeinen – häufig durch Muskelschwäche. Auch Schmerzen (z. B. Arthrose) können eine Rolle spielen. Daher sollte altersbedingtes Zittern immer tierärztlich abgeklärt werden.
Arthrose
Gelenkschmerzen führen häufig zu Zittern. Der Tierarzt kann mit Diät, Medikamenten, Gelenkunterstützern oder Physio helfen.
Vergiftungen
Viele Substanzen sind für Hunde giftig: Schokolade, Nikotin, Xylit (z. B. in Kaugummi), Schneckenkorn (Metaldehyd) u. v. m. Symptome: Zittern, Schwäche, Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe. Bei Verdacht sofort zum Tierarzt.
Krampfanfälle / Epilepsie
Typisch: Zusammenbruch, Muskelzucken, Bewusstseinsverlust, Schmatzen, Bewegungen wie Paddeln. Die Behandlung erfolgt medikamentös, z. B. mit Antiepileptika.
Staupe (Canines Distemper-Virus)
Vor allem bei ungeimpften Welpen oder Junghunden. Symptome: Nasen-/Augenausfluss, Husten, Fieber, Zittern. Behandlung erfolgt unterstützend mit Flüssigkeit, Medikamenten und Pflege.
Generalisiertes Tremorsyndrom (GTS)
Auch „Weißer-Schüttelhund-Syndrom“. Meist bei kleinen weißen Rassen, aber auch andere betroffen. Ursache unbekannt. Symptome meist zwischen 9 Monaten und 2 Jahren. Behandlung mit Kortison führt oft schnell zur Besserung.
Unterzuckerung (Hypoglykämie)
Vor allem bei kleinen oder jungen Hunden. Symptome: Zittern, Krämpfe, Schwäche. Bei Verdacht sofort Traubenzucker oder Honig auf Zunge/Geschmacksbereich geben und zum Tierarzt.
Chronisches Nierenversagen
Kann Zittern und neurologische Symptome verursachen.
Neurologische Erkrankungen
Z. B. entzündliche Hirnerkrankungen, Demyelinisierung oder eine Addison-Krise (Funktionsstörung der Nebennieren).
Voll gefüllte Analdrüsen
Auch Reizungen im hinteren Bereich können Zittern auslösen.
Wenn du unsicher bist, warum dein Hund zittert, oder weitere Symptome auftreten, sollte immer ein Tierarzt kontaktiert werden.
Frühe Stressanzeichen erkennen
Achte auf Gähnen, Ohren zurücklegen, Lecken der Lippen. In dieser Phase kannst du deinen Hund gut ablenken oder aus der Situation entfernen.
Sicherer Rückzugsort
Trainiere deinen Hund darauf, dass seine Decke, Box oder ein bestimmter Platz positiv besetzt ist. Bei Lärm oder Stress kann er sich dorthin zurückziehen. Decke oder Box auch mit zum Tierarzt nehmen oder bei Gewitter verfügbar machen.
Ablenken mit Spiel, Kauartikeln und Denkaufgaben
Kauen beruhigt. Gib ihm Kauspielzeug oder Leckerli, die ihn beschäftigen. Auch Schnüffelteppiche oder Intelligenzspiele helfen.
Körperkontakt und Massage
Sanftes Streicheln oder Massieren kann beruhigen. Beginne am Hals, arbeite dich mit ruhigen Bewegungen entlang des Körpers. Achte auf Anspannungen.
Fester Tagesablauf
Hunde fühlen sich sicherer mit geregeltem Rhythmus. Regelmäßiges Gassi, Fütterung, Spiel und Ruhe helfen bei der Stressregulation.
Unbedingt zum Tierarzt, wenn:
Notiere alle Symptome und bringe deinen Hund in eine Tierklinik, wenn deine Tierarztpraxis nicht verfügbar ist.
Suche nach qualifizierten Tierärzten in deiner Nähe und buche direkt online einen Termin.
Tierarzt finden
Wie viel Wasser ein Hund pro Tag trinken sollte, hängt von mehreren Faktoren ab – z. B. Körpergewicht, Aktivität oder Fütterungsart. Trinkt dein Hund deutlich mehr als sonst oder uriniert häufiger, kann das harmlos sein – oder ein Zeichen für eine zugrunde liegende Erkrankung. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Ursachen es für "übermäßiges Trinken" gibt, wie du die Trinkmenge beobachtest und wann ein Tierarztbesuch nötig ist.

Verhaltensprobleme bei Hund oder Katze lösen oft Unsicherheit aus – und im Internet gibt es dazu unzählige Tipps. Doch was, wenn der Hund plötzlich aggressiv wird oder deine Katze dauerhaft unsauber bleibt? In solchen Fällen kann ein Tierarzt oder eine Tierärztin mit Spezialisierung auf Verhaltenstherapie entscheidend helfen. Dieser Artikel richtet sich an Tierhalter:innen, die sich fragen, wann Training allein reicht – und wann medizinische Abklärung sinnvoll ist.

Wenn du dich schon einmal gefragt hast: „Warum leckt mein Hund ständig an seinen Pfoten?“, bist du nicht allein. Gelegentliches Pfotenlecken ist bei Hunden normal – doch wenn es übermäßig oder zwanghaft wird, kann ein gesundheitliches oder seelisches Problem dahinterstecken. In diesem Ratgeber erfährst du die häufigsten Ursachen für das Pfotenlecken, wann es bedenklich wird und wie du deinem Vierbeiner helfen kannst.