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Warum zittert mein Hund? Mögliche Ursachen und was du tun kannst
HundZittern

Warum zittert mein Hund? Mögliche Ursachen und was du tun kannst

Petla Experte

Petla Experte

1. August 20255 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Viele Hunde zittern – manchmal aus harmlosen Gründen wie Aufregung oder Kälte, manchmal als Folge von Schmerzen oder Erkrankungen. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Ursachen infrage kommen, wie du harmlose von ernsthaften Auslösern unterscheiden kannst und wann tierärztlicher Rat notwendig ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hunde zittern aus verschiedenen Gründen: Aufregung, Angst, Kälte, Übelkeit, Schmerzen oder Krankheit
  • Manche Rassen zittern häufiger (z. B. kleine weiße Hunde)
  • Auch neurologische Erkrankungen, Vergiftungen oder altersbedingte Beschwerden können Auslöser sein
  • Bei zusätzlichen Symptomen (z. B. Erbrechen, Schwäche, Desorientierung) ist ein Tierarztbesuch dringend nötig
  • Mit gezielten Maßnahmen kannst du ängstliche Hunde beruhigen

Ursachen für Zittern beim Hund – von harmlos bis gefährlich

Aufregung oder Freude
Manche Hunde zittern, wenn sie sich freuen – z. B. wenn du nach Hause kommst. Oft geht das mit Bellen oder sogar Urinieren einher. Du kannst das Verhalten durch ruhige Begrüßungen und gezieltes Training (z. B. „Sitz“ beim Wiedersehen) entschärfen.

Angst oder Stress
Auch Angst vor Geräuschen (Gewitter, Feuerwerk), Tierarztbesuchen oder Trennung kann Zittern auslösen. Wenn du den Auslöser erkennst, kannst du gezielt gegensteuern. In schweren Fällen hilft der Tierarzt mit angstlösenden Medikamenten.

Übelkeit
Hunde zittern manchmal, wenn ihnen übel ist – z. B. durch Reisekrankheit, falsches Futter, Medikamente oder Leber-/Nierenerkrankungen. Weitere Hinweise: Teilnahmslosigkeit, übermäßiges Speicheln, Schmatzen, Gähnen, Erbrechen oder Rückzug. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache.

Alter und Schmerzen
Im Alter entwickeln viele Hunde Zittern in den Hinterbeinen – häufig durch Muskelschwäche. Auch Schmerzen (z. B. Arthrose) können eine Rolle spielen. Daher sollte altersbedingtes Zittern immer tierärztlich abgeklärt werden.

Arthrose
Gelenkschmerzen führen häufig zu Zittern. Der Tierarzt kann mit Diät, Medikamenten, Gelenkunterstützern oder Physio helfen.

Vergiftungen
Viele Substanzen sind für Hunde giftig: Schokolade, Nikotin, Xylit (z. B. in Kaugummi), Schneckenkorn (Metaldehyd) u. v. m. Symptome: Zittern, Schwäche, Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe. Bei Verdacht sofort zum Tierarzt.

Krampfanfälle / Epilepsie
Typisch: Zusammenbruch, Muskelzucken, Bewusstseinsverlust, Schmatzen, Bewegungen wie Paddeln. Die Behandlung erfolgt medikamentös, z. B. mit Antiepileptika.

Staupe (Canines Distemper-Virus)
Vor allem bei ungeimpften Welpen oder Junghunden. Symptome: Nasen-/Augenausfluss, Husten, Fieber, Zittern. Behandlung erfolgt unterstützend mit Flüssigkeit, Medikamenten und Pflege.

Generalisiertes Tremorsyndrom (GTS)
Auch „Weißer-Schüttelhund-Syndrom“. Meist bei kleinen weißen Rassen, aber auch andere betroffen. Ursache unbekannt. Symptome meist zwischen 9 Monaten und 2 Jahren. Behandlung mit Kortison führt oft schnell zur Besserung.

Unterzuckerung (Hypoglykämie)
Vor allem bei kleinen oder jungen Hunden. Symptome: Zittern, Krämpfe, Schwäche. Bei Verdacht sofort Traubenzucker oder Honig auf Zunge/Geschmacksbereich geben und zum Tierarzt.

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Weitere mögliche Ursachen für Zittern beim Hund

Chronisches Nierenversagen
Kann Zittern und neurologische Symptome verursachen.

Neurologische Erkrankungen
Z. B. entzündliche Hirnerkrankungen, Demyelinisierung oder eine Addison-Krise (Funktionsstörung der Nebennieren).

Voll gefüllte Analdrüsen
Auch Reizungen im hinteren Bereich können Zittern auslösen.

Wenn du unsicher bist, warum dein Hund zittert, oder weitere Symptome auftreten, sollte immer ein Tierarzt kontaktiert werden.


Was du tun kannst, um zitternde Hunde zu beruhigen

Frühe Stressanzeichen erkennen
Achte auf Gähnen, Ohren zurücklegen, Lecken der Lippen. In dieser Phase kannst du deinen Hund gut ablenken oder aus der Situation entfernen.

Sicherer Rückzugsort
Trainiere deinen Hund darauf, dass seine Decke, Box oder ein bestimmter Platz positiv besetzt ist. Bei Lärm oder Stress kann er sich dorthin zurückziehen. Decke oder Box auch mit zum Tierarzt nehmen oder bei Gewitter verfügbar machen.

Ablenken mit Spiel, Kauartikeln und Denkaufgaben
Kauen beruhigt. Gib ihm Kauspielzeug oder Leckerli, die ihn beschäftigen. Auch Schnüffelteppiche oder Intelligenzspiele helfen.

Körperkontakt und Massage
Sanftes Streicheln oder Massieren kann beruhigen. Beginne am Hals, arbeite dich mit ruhigen Bewegungen entlang des Körpers. Achte auf Anspannungen.

Fester Tagesablauf
Hunde fühlen sich sicherer mit geregeltem Rhythmus. Regelmäßiges Gassi, Fütterung, Spiel und Ruhe helfen bei der Stressregulation.


Wann sollte ich mit einem zitternden Hund zum Tierarzt?

Unbedingt zum Tierarzt, wenn:

  • Das Zittern plötzlich und ohne ersichtlichen Grund auftritt
  • Weitere Symptome dazukommen (z. B. Erbrechen, Durchfall, Schwäche)
  • Verdacht auf Vergiftung besteht
  • Dein Hund bereits vorerkrankt ist (z. B. Leber, Niere, Diabetes)

Notiere alle Symptome und bringe deinen Hund in eine Tierklinik, wenn deine Tierarztpraxis nicht verfügbar ist.

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