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Hund erbricht, was sind Ursachen und Symptome? Erste Hilfe & Tipps
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Hund erbricht, was sind Ursachen und Symptome? Erste Hilfe & Tipps

Petla Experte

Petla Experte

1. August 20256 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Wenn ein Hund erbricht, ist das für viele Halter ein beunruhigender Moment. Manchmal steckt nur eine harmlose Magenverstimmung dahinter – in anderen Fällen jedoch eine ernsthafte Erkrankung. In diesem Ratgeber erfährst du, woran du verschiedene Formen von Erbrechen erkennst, was zu tun ist und wann du unbedingt zum Tierarzt solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Erbrechen ist ein aktives Entleeren des Mageninhalts, das viele Ursachen haben kann
  • Farbe und Konsistenz geben Hinweise auf die Ursache (z. B. Galle, Blut, Schleim, Futterreste)
  • Häufige Auslöser: Futterumstellungen, Vergiftungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Parasiten oder Fremdkörper
  • Einmaliges Erbrechen ist oft unbedenklich – wiederholtes oder blutiges Erbrechen erfordert tierärztliche Abklärung
  • Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und reicht von Diät bis zu Medikamenten und Infusionen

Welche Formen von Erbrechen gibt es beim Hund?

Gelbes Erbrechen
Häufiges Erbrechen von gelber Flüssigkeit kann auf eine leere Magensituation, Galleaustritt oder leichtes Sodbrennen hinweisen. Tritt es nur gelegentlich auf, ist es meist unbedenklich.

Weißes, schaumiges Erbrechen
Schaumiges Erbrechen kann auf Magenübersäuerung hindeuten. Wenn es sich wiederholt oder der Bauch aufgetrieben ist, besteht der Verdacht auf Magendrehung – in diesem Fall sofort zum Tierarzt.

Klares, flüssiges Erbrechen
Tritt auf, wenn Hunde große Mengen Wasser zu schnell trinken. Ein einmaliges Auftreten ist oft harmlos. Mehrfache Episoden erfordern tierärztliche Kontrolle.

Schleimiges, verschimmeltes oder übelriechendes Erbrechen
Kann durch verdorbenes Futter, Parasiten oder verschmutztes Wasser ausgelöst werden. Hier sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Blutiges Erbrechen
Unbedingt sofort tierärztlich abklären lassen. Blut kann hellrot, braun oder wie Kaffeesatz aussehen – je nach Herkunft im Verdauungstrakt.

Braunes Erbrechen
Deutet auf Blut, Kot oder verdaute Nahrung aus dem unteren Magen-Darm-Trakt hin. Auch hier ist eine umgehende tierärztliche Untersuchung nötig.

Grasiges Erbrechen
Hunde fressen manchmal Gras zur Selbstregulation. Einmaliges Erbrechen nach Graskonsum ist unbedenklich. Wenn es häufig passiert oder Galle dabei ist, sollte eine Untersuchung erfolgen.


Symptome und Erste Hilfe bei Erbrechen

Anzeichen, dass dein Hund bald erbricht:

  • Häufiges Lecken der Lefzen
  • Vermehrter Speichelfluss
  • Geduckte Haltung
  • Bauchkontraktionen
  • Würgereiz

Was tun, wenn dein Hund erbricht?
Einmaliges Erbrechen kannst du oft zu Hause beobachten:

  • Futter für einige Stunden weglassen
  • Kleine Mengen Wasser oder Eiswürfel anbieten
  • Danach vorsichtig mit Schonkost (z. B. gekochtes Hühnchen mit Reis) starten
  • Hochwertige Probiotika zur Unterstützung der Darmflora verwenden
  • Über 24–48 Stunden langsam wieder zum Normalfutter zurückkehren

Wann du sofort zum Tierarzt musst:

  • Blut im Erbrochenen
  • Verdacht auf Giftaufnahme oder Fremdkörper
  • Starke Schmerzen, Aufblähung oder Kreislaufschwäche
  • Wiederholtes Erbrechen über mehrere Stunden
  • Lethargie, Fieber oder auffällige Verhaltensänderungen

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Mögliche Ursachen & Diagnose beim Tierarzt

Häufige Ursachen für Erbrechen:

  • Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)
  • Futtermittelunverträglichkeit oder Allergien
  • Entzündung des Dickdarms (Kolitis)
  • Dehydrierung
  • Parasiten
  • Nierenversagen
  • Fremdkörper
  • Tumore
  • Plötzlicher Futterwechsel
  • Vergiftungen

Risikogruppen:
Welpen, ungeimpfte oder ältere Hunde sind besonders anfällig. Bei ihnen sollte früher gehandelt werden.

So stellt der Tierarzt die Diagnose:

  • Körperliche Untersuchung
  • Detaillierte Anamnese (z. B. Aufnahme von Gift oder ungeeignetem Futter?)
  • Kotuntersuchung
  • Parvovirus-Test (bei Welpen)
  • Blutbild und Urinuntersuchung
  • Röntgen oder Ultraschall
  • Endoskopie bei Verdacht auf Fremdkörper

Behandlung, Erholung & Vorbeugung

Behandlungsoptionen je nach Ursache:

  • Medikamente gegen Übelkeit oder zur Magenberuhigung
  • Flüssigkeitstherapie (Infusionen bei Dehydrierung)
  • Magenschoner oder Säureblocker
  • Diätmaßnahmen (Schonkost, kleine Portionen)
  • Probiotika zum Wiederaufbau der Darmflora
  • In schweren Fällen: Operation bei Darmverschluss oder Magendrehung

Hausmittel:
In manchen Fällen kann auch Ingwer (frisch oder als Pulver) oder Akupressur unter Aufsicht helfen, um die Übelkeit zu lindern.

Rückkehr zur Normalität:
Nach erfolgreicher Behandlung sollte die Rückkehr zum Normalfutter über mehrere Tage erfolgen. Die Darmflora kann durch Probiotika unterstützt werden.

Wie beuge ich Erbrechen vor?

  • Futter- und Leckerliwechsel nur langsam durchführen
  • Kein verdorbenes Futter oder Essensreste geben
  • Keine gefährlichen Spielzeuge, die verschluckt werden können
  • Medikamente sicher aufbewahren
  • Keine Pestizide oder Pflanzen in Reichweite
  • Garten regelmäßig von Kot befreien
  • Stressarme Umgebung, besonders bei empfindlichen Hunden
  • Nahrungsergänzungen mit Probiotika können vorbeugen

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