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Milben beim Hund: Symptome, Behandlung und wie du sie vermeidest
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Milben beim Hund: Symptome, Behandlung und wie du sie vermeidest

Petla Experte

Petla Experte

31. Juli 20256 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Milben zählen zu den häufigeren Hautproblemen bei Hunden. Die winzigen Parasiten – meist kleiner als 1 Millimeter – können sich im Fell, in den Ohren oder direkt unter der Haut deines Hundes einnisten. Dort verursachen sie Juckreiz, Entzündungen und manchmal auch schwerwiegende Hautveränderungen wie Haarausfall oder Schuppenbildung. In diesem Ratgeber erfährst du alles Wichtige über Milben beim Hund: von den verschiedenen Arten über Symptome bis hin zu Diagnose, Behandlung und Vorbeugung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Milben sind winzige Parasiten, die Haut- und Fellprobleme verursachen können
  • Es gibt verschiedene Arten: Demodex, Sarcoptes, Ohrmilben, Erntemilben und Cheyletiellen
  • Symptome: starker Juckreiz, Schuppen, Haarverlust, Rötung und Krusten
  • Diagnose erfolgt meist über eine mikroskopische Hautprobe beim Tierarzt
  • Die Behandlung richtet sich nach der Milbenart und erfolgt mit Spot-ons, Shampoos oder Tabletten
  • Vorbeugung gelingt über regelmäßige Fellkontrollen und Umgebungshygiene

Was sind Milben beim Hund – und welche Krankheiten verursachen sie?

Was genau sind Milben?
Milben sind mikroskopisch kleine Parasiten, die sich vom Gewebe oder Sekreten ihres Wirts ernähren. Sie leben in oder auf der Haut, im Fell oder in den Ohren. Einige Arten bohren sich in die Haut ein, andere leben auf der Oberfläche.

Welche Erkrankungen lösen Milben aus?
Ein Milbenbefall wird medizinisch als Räude bezeichnet. Die häufigsten Formen sind:

  • Sarcoptes-Räude (hoch ansteckend, verursacht starken Juckreiz)
  • Demodex-Räude (tritt häufig bei jungen oder immungeschwächten Hunden auf)
  • Cheyletiellose („Wandernde Schuppen“)
  • Trombikulose (Erntemilbenbefall)
  • Ohrmilbenbefall (v.a. bei jungen Hunden verbreitet)

Milbenarten im Überblick

Demodex-Milben (Demodex canis)
Diese Milben leben in den Haarfollikeln deines Hundes. Sie werden meist während der Säugezeit von der Mutter auf die Welpen übertragen. In geringer Zahl sind sie harmlos, aber bei übermäßigem Wachstum entsteht die sogenannte Demodikose. Sie zeigt sich durch kahle Stellen, Schuppen, Entzündungen und bei schweren Fällen Krusten oder dunkle Hautverfärbungen.

Sarkoptes-Milben (Sarcoptes scabiei)
Diese Milben graben sich in die obere Hautschicht ein und verursachen extremen Juckreiz. Der Hund kratzt sich intensiv, was zu Hautrötung, Krustenbildung und Verletzungen führt. Diese Milben sind hochansteckend – auch für Menschen – und bekannt unter dem Namen „Räude“ oder „Krätze“.

Ohrmilben (Otodectes cynotis)
Diese Milben leben im Gehörgang des Hundes. Sie sind nicht grabend, aber sehr aktiv. Symptome ähneln einer Ohrenentzündung: Kratzen, Kopfschütteln, dunkles Ohrsekret. Unter dem Otoskop sind sie als winzige weiße Punkte sichtbar.

Erntemilben (Trombicula autumnalis)
Häufig in ländlichen Regionen und vor allem im Spätsommer aktiv. Die orangefarbenen Larven sitzen bevorzugt an Pfoten, Ohren und im Bereich des Bauchs. Sie lösen lokalen Juckreiz aus, der manchmal stark ausfällt.

Cheyletiellen („Walking Dandruff“) – Cheyletiella spp.
Diese Milben ähneln auf den ersten Blick Hautschuppen, bewegen sich jedoch sichtbar. Der Juckreiz ist meist moderat, kann aber bei empfindlichen Tieren stärker ausfallen. Die Milben sind zwischen Tieren übertragbar.


Wie erkennt man Milbenbefall beim Hund?

Was du selbst beobachten kannst:
Folgende Symptome sind typisch:

  • Starker Juckreiz
  • Haarausfall (stellenweise oder großflächig)
  • Schuppenbildung
  • Rötung oder Krustenbildung auf der Haut
  • Entzündete oder empfindliche Hautbereiche
  • Sichtbare, bewegliche Pünktchen auf der Haut oder im Ohr
  • Unruhe, ständiges Lecken oder Kratzen

So wird die Diagnose gestellt:
Dein Tierarzt wird meist eine Hautprobe (z.B. durch Hautgeschabsel) entnehmen und unter dem Mikroskop untersuchen. Auch Haarproben, Klebestreifen oder ein Abstrich aus dem Ohr helfen bei der Bestimmung der Milbenart. Die Prozedur ist in der Regel schmerzfrei und schnell.

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Behandlung & Vorbeugung: So wirst du Milben beim Hund los

Wie Milben behandelt werden
Je nach Milbenart kommen unterschiedliche Mittel zum Einsatz:

  • Spot-on-Präparate
  • Tabletten mit antiparasitärer Wirkung
  • Spezielle Shampoos oder Waschlösungen
  • Ohrentropfen bei Ohrmilben
  • Antibiotika oder Kortison bei stark entzündeter Haut (nach tierärztlicher Abwägung)

Wichtig: Manche Behandlungen müssen über mehrere Wochen hinweg erfolgen. Mehrere Tiere im Haushalt sollten ggf. gleichzeitig behandelt werden.

Wie kannst du Milben vorbeugen?

  • Vermeide engen Kontakt zu infizierten Tieren (z. B. im Tierheim oder beim Hundesport)
  • Halte Schlafplätze, Decken und Spielzeuge regelmäßig sauber
  • Trockne deinen Hund nach Spaziergängen gründlich ab
  • Kontrolliere Fell und Haut regelmäßig, vor allem bei Allergien oder geschwächtem Immunsystem
  • Nutze vorbeugende Präparate nach Rücksprache mit dem Tierarzt

Wie lange leben Milben auf dem Hund?
Milben durchlaufen ihren Lebenszyklus innerhalb von etwa 3–4 Wochen. Während dieser Zeit pflanzen sie sich fort, legen Eier in der Haut ab und entwickeln sich von der Larve zum erwachsenen Tier. Je früher du sie behandelst, desto schneller endet dieser Kreislauf.

Können Milben vom Hund auf den Menschen übergehen?
Einige Milbenarten sind wirtsspezifisch, andere – wie Sarcoptes – können auch auf Menschen übertragen werden. In diesen Fällen können Juckreiz und Hautirritationen auftreten, die aber meist selbstlimitierend sind. Bei engem Kontakt empfiehlt es sich, besonders auf Hygiene zu achten und ggf. ärztlichen Rat einzuholen.

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