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Hund leckt ständig an den Pfoten: Ursachen, Anzeichen & was du tun kannst
HundPfoten lecken

Hund leckt ständig an den Pfoten: Ursachen, Anzeichen & was du tun kannst

Petla Experte

Petla Experte

31. Juli 20255 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Wenn du dich schon einmal gefragt hast: „Warum leckt mein Hund ständig an seinen Pfoten?“, bist du nicht allein. Gelegentliches Pfotenlecken ist bei Hunden normal – doch wenn es übermäßig oder zwanghaft wird, kann ein gesundheitliches oder seelisches Problem dahinterstecken. In diesem Ratgeber erfährst du die häufigsten Ursachen für das Pfotenlecken, wann es bedenklich wird und wie du deinem Vierbeiner helfen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pfotenlecken kann auf Allergien, Verletzungen, Parasiten, Stress oder Pilzinfektionen hinweisen
  • Typische Symptome: Rötungen, Schwellungen, Juckreiz, unangenehmer Geruch
  • Ursachen sollten genau abgeklärt werden – insbesondere bei anhaltendem Verhalten
  • Die Behandlung richtet sich nach der Ursache: von Pfotenreinigung bis zu Medikamenten
  • Vorbeugung: gute Fellpflege, Parasitenprophylaxe, Beschäftigung & Stressvermeidung

Häufige Ursachen für übermäßiges Pfotenlecken beim Hund

1. Allergien – die häufigste Ursache

Allergien gehören zu den häufigsten Gründen für übermäßiges Pfotenlecken. Sie können ausgelöst werden durch:

  • Umweltfaktoren: Pollen, Hausstaubmilben, Schimmel
  • Futterunverträglichkeiten
  • Kontaktallergien: z. B. durch Gras, Reinigungsmittel oder Teppiche

Typische Anzeichen:

  • Lecken verstärkt sich zu bestimmten Jahreszeiten
  • Rötungen und Entzündungen an den Pfoten
  • Zusätzlicher Juckreiz an Ohren, Bauch oder Gesicht

Was hilft:
Tierärztliche Allergietests, hypoallergene Diäten, regelmäßiges Abwischen der Pfoten nach Spaziergängen.

2. Reizung oder Verletzung

Kleinere Verletzungen wie Schnitte, Splitter oder Reizungen durch Streusalz oder heiße Oberflächen können deinen Hund zum Lecken bringen.

Typische Anzeichen:

  • Humpeln oder Schonhaltung
  • Rötung, Schwellung oder sichtbare Wunden
  • Abwehrreaktion beim Berühren der Pfote

Was hilft:
Pfoten regelmäßig kontrollieren, bei kleinen Verletzungen vorsichtig reinigen. Bei anhaltender Wunde: tierärztliche Behandlung.

3. Parasiten: Flöhe, Zecken & Milben

Juckreiz durch Parasiten kann ebenfalls zu intensivem Lecken führen – insbesondere an Pfoten, Beinen und Bauch.

Typische Anzeichen:

  • Kahlstellen, Schuppen oder Krusten
  • Flohkot oder sichtbare Parasiten
  • Vermehrtes Lecken und Knabbern

Was hilft:
Regelmäßige Floh- und Zeckenprophylaxe, Spezialshampoos und ggf. antiparasitäre Behandlungen vom Tierarzt.

4. Stress, Langeweile oder Angst

Wie wir Menschen entwickeln auch Hunde Stressbewältigungsstrategien – übermäßiges Lecken kann eine davon sein. Besonders betroffen sind sensible oder unterbeschäftigte Hunde.

Typische Anzeichen:

  • Lecken tritt bei Abwesenheit des Halters oder in Stresssituationen auf
  • Begleitverhalten wie Jaulen, Unruhe oder Zerstörungswut
  • Pfotenlecken ohne erkennbare körperliche Ursache

Was hilft:
Mehr geistige & körperliche Auslastung (Spaziergänge, Intelligenzspielzeug), gezielte Anti-Stress-Maßnahmen und ggf. Verhaltenstherapie.

5. Hefepilzinfektion (z. B. Malassezien)

Pilze fühlen sich besonders wohl in feucht-warmen Bereichen wie den Zehenzwischenräumen. Wenn die Pfoten oft nass oder verschmutzt sind, kann sich schnell eine Infektion entwickeln.

Typische Anzeichen:

  • Ständiges Lecken zwischen den Zehen
  • Muffiger Geruch
  • Rötung, Schwellung oder bräunlicher Ausfluss zwischen den Ballen

Was hilft:
Pfoten nach jedem Spaziergang reinigen und gründlich trocknen. Bei Verdacht: tierärztlich untersuchen lassen und ggf. antimykotische Behandlung einleiten.


Wann solltest du mit deinem Hund zum Tierarzt?

Pfotenlecken ist nicht immer harmlos – besonders wenn:

  • Dein Hund ständig oder zwanghaft leckt
  • Rötungen, Schwellungen oder Wunden sichtbar sind
  • Weitere Symptome wie Humpeln, Appetitlosigkeit oder Müdigkeit auftreten

Lass Beschwerden frühzeitig abklären – je schneller du handelst, desto besser lassen sich ernste Ursachen ausschließen oder behandeln.

👉 Mit Petla findest du in wenigen Klicks eine passende Tierarztpraxis in deiner Nähe – ideal, wenn du dir bei solchen Symptomen unsicher bist.


So beugst du übermäßigem Pfotenlecken vor

Regelmäßige Pflege
Halte die Pfoten sauber, kontrolliere sie auf Verletzungen und achte auf kurze Krallen. Besonders nach Regen, Schnee oder Sandboden gründlich abtrocknen.

Parasitenprophylaxe
Schütze deinen Hund ganzjährig vor Flöhen, Zecken und Milben – auch im Winter.

Geistige und körperliche Auslastung
Langeweile führt oft zu Ersatzhandlungen. Sorge täglich für Bewegung, Spiele und Zuwendung.

Stress reduzieren
Vermeide häufige Veränderungen, sorge für Rückzugsorte und beruhige deinen Hund in Stresssituationen (z. B. Gewitter, Tierarztbesuch).

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