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Zecke beim Hund: Schritt-für-Schritt entfernen, Symptome erkennen & vorbeugen
HundZecke

Zecke beim Hund: Schritt-für-Schritt entfernen, Symptome erkennen & vorbeugen

Petla Experte

Petla Experte

31. Juli 20253 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Eine Zecke am eigenen Hund zu entdecken, ist für viele ein Schreckmoment. Die kleinen Parasiten sehen nicht nur unangenehm aus – sie können auch gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder Anaplasmose übertragen. Aber keine Panik: Zecken sind besonders in Frühling und Sommer weit verbreitet. Wichtig ist, dass du ruhig bleibst und weißt, wie du richtig reagierst. In diesem Ratgeber zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du eine Zecke sicher entfernst, worauf du nach dem Biss achten musst und wie du deinen Hund in Zukunft zuverlässig schützt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zecken sollten schnell und korrekt entfernt werden – mit Zeckenzange oder Haken
  • Bissstelle danach regelmäßig beobachten und auf Entzündungen achten
  • Warnzeichen wie Fieber, Lahmheit oder Appetitlosigkeit können auf Infektionen hinweisen
  • Bei starken Symptomen oder unsicherer Entfernung: Tierarzt aufsuchen
  • Zeckenschutz ist der beste Schutz – mit tierärztlich empfohlenen Präparaten und Kontrollen nach Spaziergängen

Schritt 1: Zecke sicher und vollständig entfernen

Ruhig bleiben, aber zügig handeln
Je länger eine Zecke Blut saugt, desto höher ist das Risiko für Krankheitsübertragungen. Entferne sie daher so schnell wie möglich.

Benötigte Utensilien:

  • Zeckenzange oder spezieller Zeckenhaken mit feiner Spitze
  • Kein Einsatz von Fingern oder normalen Pinzetten!

So funktioniert die Entfernung:

  • Fell scheiteln: Verschaffe dir freie Sicht auf die Zecke
  • Nah an der Haut greifen: Packe die Zecke möglichst nah an der Haut – idealerweise an Kopf oder Mundwerkzeugen
  • Langsam und gerade ziehen: Mit gleichmäßigem, ruhigem Zug senkrecht herausziehen. Nicht drehen, ruckeln oder drücken – sonst kann die Zecke Speichel zurückgeben oder der Kopf stecken bleiben
  • Bissstelle kontrollieren: Falls Reste (dunkle Punkte) in der Haut verbleiben, versuche sie vorsichtig zu entfernen. Gelingt das nicht: Stelle weiter beobachten, meist stößt der Körper die Reste selbst ab

Nach der Entfernung:

  • Zecke abtöten: In Alkohol legen oder in der Toilette entsorgen – nicht mit den Fingern zerdrücken
  • Bissstelle reinigen: Mit Alkohol oder Jodlösung gründlich desinfizieren
  • Hände waschen
  • Zecke aufbewahren (optional): In einer Plastiktüte mit feuchter Watte aufbewahren und das Datum notieren – hilfreich bei späteren Symptomen

Schritt 2: Nachsorge & Beobachtung zu Hause

Bissstelle beobachten
In den kommenden Tagen solltest du die Stelle regelmäßig prüfen:

  • Rötung oder zunehmende Schwellung
  • Ungewöhnliche Hautreaktionen (z. B. ringförmige Rötung)
  • Eiterbildung, Wärmeentwicklung oder Schmerz

Gesundheitszustand deines Hundes beobachten
Auch Wochen nach dem Zeckenbiss können Symptome auftreten, die auf eine Infektion hindeuten:

  • Lethargie oder auffällige Müdigkeit
  • Fieber (Hund fühlt sich warm an oder zittert)
  • Appetitlosigkeit
  • Lahmheit oder steife Bewegungen
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Gelenkschwellungen

Tipp: Notiere dir das Datum der Zeckenentfernung – das hilft bei späterer Diagnose enorm.


Schritt 3: Wann du sofort zum Tierarzt musst

Nicht jeder Zeckenbiss ist gefährlich – aber in folgenden Fällen ist ein Tierarztbesuch dringend nötig:

  • Du konntest die Zecke nicht vollständig entfernen – der Kopf sitzt tief oder du kommst nicht ran
  • Die Bissstelle zeigt Anzeichen einer Infektion: starke Schwellung, Eiter, Schmerz oder Hitze
  • Dein Hund entwickelt einen Hautausschlag, insbesondere einen rötlichen Ring („Wanderröte“)
  • Allgemeinsymptome wie Fieber, Appetitlosigkeit, Mattigkeit oder Lahmheit treten auf – auch Tage bis Wochen nach dem Biss
  • Dein Hund ist sehr jung, alt oder immungeschwächt
  • Du warst mit deinem Hund in einem Risikogebiet mit hoher Zeckengefahr
  • Du hast mehrere Zecken gleichzeitig entdeckt (massiver Befall)

In diesen Fällen ist schnelles Handeln wichtig, um Folgeschäden zu vermeiden.

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Schritt 4: Zecken vorbeugen – der beste Schutz für deinen Hund

Prävention ist der wichtigste Schutz gegen durch Zecken übertragene Krankheiten.

Empfohlene Mittel zur Zeckenprophylaxe:

  • Spot-on-Präparate (monatlich aufgetragen)
  • Kautabletten (z. B. NexGard, Bravecto, Simparica – nur nach Absprache mit dem Tierarzt)
  • Halsbänder mit Langzeitschutz (z. B. Seresto)

Regelmäßige Zeckenkontrollen nach draußen:

  • Nach jedem Spaziergang: Ohren, Nacken, Achseln, Leisten, Pfoten und Rutenansatz sorgfältig abtasten
  • Zecken sind oft nur kleine, harte Knötchen auf der Haut

Gartenpflege & Umgebung:

  • Rasen regelmäßig mähen
  • Laub und Gestrüpp entfernen
  • Pufferzonen wie Kiesstreifen anlegen (zwischen Garten und Waldrand)

Wald- und Wiesenbesuche bewusst planen:

  • Besonders in der Hauptsaison (Frühling bis Herbst) hohe Wiesen und Unterholz meiden

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