
Petla Experte
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.
Hunde sind in ihrem Fressverhalten oft sehr konstant – deshalb fällt es sofort auf, wenn sie plötzlich weniger oder gar nichts mehr fressen. Doch Appetitlosigkeit ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das auf viele verschiedene Ursachen zurückgehen kann.
Harmlos oder bedenklich? Eine erste Einordnung
Es gibt viele harmlose Gründe, warum ein Hund vorübergehend nicht frisst:
In diesen Fällen ist es oft ausreichend, abzuwarten, den Hund zu beobachten und ihn nicht unter Druck zu setzen.
Anders sieht es aus, wenn dein Hund nicht nur eine Mahlzeit auslässt, sondern über längere Zeit hinweg das Futter verweigert oder zusätzliche Symptome zeigt. Dann ist die Appetitlosigkeit ein Warnsignal.
Der Körper eines gesunden Hundes kann kurzfristige Fastenphasen gut ausgleichen – besonders bei ausgewachsenen, normalgewichtigen Tieren. Doch bereits nach 24–48 Stunden ohne Energiezufuhr beginnt der Stoffwechsel, sich umzustellen.
Besonders kritisch ist Futterverweigerung bei:
Wenn dein Hund also länger als einen Tag nichts frisst und zusätzlich matt, apathisch oder dehydriert wirkt, ist Vorsicht geboten – hier kann sich schnell ein medizinischer Notfall entwickeln.
1. Zahn- oder Maulprobleme
Entzündungen, abgebrochene Zähne oder Zahnstein können das Fressen unangenehm oder schmerzhaft machen – besonders bei Trockenfutter. Ein Maulgeruch, vermehrtes Speicheln oder Kopfschütteln können Hinweise darauf sein.
2. Magen-Darm-Beschwerden
Hunde mit Übelkeit oder Blähungen fressen instinktiv weniger. Auch eine Gastritis, ein Fremdkörper oder eine akute Entzündung können dahinterstecken. Erbrechen, Durchfall oder „Lippenlecken“ sind typische Begleitsymptome.
3. Infektionen und Fieber
Bakterielle oder virale Infektionen schwächen das Immunsystem und dämpfen den Appetit – so wie beim Menschen. Bei Fieber verweigern viele Hunde automatisch das Futter. Eine Temperaturmessung gibt hier Aufschluss (Normal: 37,5–39 °C).
4. Innere Erkrankungen
Probleme mit Leber, Nieren oder Bauchspeicheldrüse äußern sich häufig früh durch Appetitverlust. Besonders wenn dein Hund länger nicht frisst, aber auch keine typischen Verdauungssymptome zeigt, sollte eine Blutuntersuchung erfolgen.
5. Vergiftung
Wenn dein Hund draußen etwas aufgenommen hat, das ihm nicht bekommt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Verweigerung kommen. In diesem Fall ist schnelles Handeln gefragt – bring ihn direkt zum Tierarzt.
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Nicht jede Appetitlosigkeit ist sofort ein Notfall – aber es gibt klare Situationen, in denen du keine Zeit verlieren solltest:
Tierärztlich abklären lassen, wenn dein Hund:
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Wenn dein Hund nicht krank wirkt, sondern einfach nur ungewöhnlich wenig Appetit zeigt, kannst du es zunächst mit sanften Maßnahmen versuchen:
1. Futter attraktiv machen
2. Stress reduzieren
Manche Hunde reagieren auf Veränderungen im Haushalt (z. B. neue Tiere, Umzug, Gäste). Rückzugsorte schaffen, feste Tagesstruktur und ruhige Fütterungszeiten helfen hier.
3. Fütterung beobachten
Tipp: Notiere Futterzeiten, Futtermengen und Beobachtungen über mehrere Tage – das hilft auch der Tierärztin oder dem Tierarzt bei der Beurteilung.
4. Keine Zwangsfütterung
Versuche nicht, deinem Hund das Futter „aufzuzwingen“. Druck kann das Fressverhalten negativ verstärken – gerade bei sensiblen Tieren.
Nicht immer sind medizinische Ursachen der Grund – manchmal geht es auch um Erziehung, Gewohnheit oder Überfütterung:
Hier hilft es, wieder zu klaren Fütterungsstrukturen zurückzukehren:
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Tierarzt finden
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