
Petla Experte
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.
Wenn das Aufstehen schwerfällt, Spaziergänge kürzer werden oder das Spielen ganz ausbleibt, leiden nicht nur die Tiere, sondern auch ihre Menschen. Gelenkbeschwerden gehören zu den häufigsten chronischen Problemen bei älteren Hunden – und sie beeinträchtigen nicht nur die Beweglichkeit, sondern auch Lebensfreude und Alltag.
Ursache ist meist eine chronische Gelenkerkrankung wie Arthrose. Die Gelenke – bewegliche Verbindungen zwischen den Teilen des Skelettsystems – verlieren im Alter an Elastizität und Versorgung. Die Gelenkkapsel produziert weniger Gelenkschmiere, der Knorpel wird dünner, die Reibung nimmt zu. Knochen demineralisieren (Osteoporose), Stoffwechselprodukte lagern sich ab, und es kommt zu entzündlichen Prozessen im Gelenk. Die Folge: Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und teils auch seelische Veränderungen wie Unruhe, Reizbarkeit oder Rückzug.
Arthrose kann viele Gesichter haben: Hüftgelenksdysplasie, Ellenbogendysplasie, aseptische Humeruskopfnekrose oder Epiphysiolysis – all das sind Formen von Knorpelschäden, die durch genetische Veranlagung, Fehlbelastung, Überbeanspruchung oder hormonelle Einflüsse begünstigt werden. Die betroffenen Tiere zeigen Lahmheiten, Vermeidung bestimmter Bewegungen oder schonen einzelne Gliedmaßen. Oft erkranken im Verlauf auch andere Gelenke durch die ständige Überlastung.
Viele Hunde erhalten bei ersten Beschwerden Schmerzmittel (NSAIDs). Diese sind bei akuten Entzündungen oft sehr wirksam. Doch bei chronischen Fällen stößt die rein symptomatische Behandlung an ihre Grenzen: Die Wirkung nimmt ab, die Belastung für Leber, Niere und Magen steigt. Und der eigentliche Zustand des Gelenks bleibt unverändert.
Genau hier setzt die Phytotherapie an – als sanfte, langfristig verträgliche Ergänzung. Sie hat das Ziel, körpereigene Regulationsmechanismen zu aktivieren, Entzündungen zu bremsen, Schmerzen zu lindern und die Durchblutung zu fördern.
Bei chronischen Gelenkerkrankungen werden Heilpflanzen mit unterschiedlichen Wirkungen kombiniert, z. B.:
Die Kombination erfolgt individuell – abgestimmt auf Alter, Belastung, Schmerzintensität und allgemeine Konstitution des Hundes.
Was ist Kurkuma?
Kurkuma ist eine gelbe Wurzel aus Südasien und gehört zur Familie der Ingwergewächse. Der wichtigste Wirkstoff darin heißt Curcumin – und dieser hat es in sich.
Wie wirkt Curcumin?
Curcumin wirkt entzündungshemmend und antioxidativ. Es blockiert im Körper bestimmte Entzündungswege wie den NF-kB-Signalweg und das Enzym COX-2, die bei chronischer Gelenkentzündung überaktiv sind.
Was bedeutet das für deinen Hund?
➡️ Weniger Entzündung = weniger Schmerz = mehr Bewegungsfreude.
Curcumin beruhigt die Gelenkschleimhaut, verlangsamt Knorpelabbau und schützt das Gewebe vor freien Radikalen.
Was sagen Studien?
In einer placebokontrollierten Studie mit 30 Hunden mit Arthrose verbesserte sich Schmerz und Beweglichkeit innerhalb von 90 Tagen.
📖 Gupta et al., 2021, PMC7502685
Wie wird es angewendet?
Worauf achten?
Gut zu wissen:
Curcumin entfaltet seine Wirkung oft erst nach 2–4 Wochen regelmäßiger Einnahme.
Was ist das?
Boswellia serrata (indischer Weihrauch) stammt aus dem Harz des gleichnamigen Baumes. Medizinisch wirksam sind die Boswelliasäuren.
Wie wirkt es?
Boswellia hemmt die 5-Lipoxygenase – ein Enzym, das Entzündungen fördert. Daher ist es hilfreich bei Arthrose und Spondylose.
Wann sinnvoll?
Studie:
In einer Studie mit über 200 Hunden verbesserte sich Schmerz und Beweglichkeit nach 6 Wochen Boswellia-Gabe.
📖 Reichling et al., 2004, Planta Medica
Hinweise:
Gut verträglich, Wirkung nach 2–3 Wochen spürbar. Gut kombinierbar mit Kurkuma.
Was ist das?
Die afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) ist bekannt für ihre Wirkung bei Gelenkproblemen – vor allem bei Anlaufbeschwerden.
Wie wirkt sie?
Harpagoside in der Wurzel hemmen Entzündungsstoffe und wirken ähnlich wie milde Schmerzmittel, aber ohne Sedierung.
Wann sinnvoll?
Studie:
Deutlich verbesserte Gehfähigkeit bei Hunden mit Hüftdysplasie nach mehrwöchiger Gabe.
📖 Lippiello et al., 2010 – zitiert in Salzedas et al., 2024
Hinweise:
Nicht geeignet bei empfindlichem Magen. Immer mit Futter geben. Einschleichen empfohlen.
Was ist das?
Die neuseeländische Grünlippmuschel (Perna canaliculus) enthält Omega-3-Fettsäuren, Glykosaminoglykane und Aminozucker.
Wie wirkt sie?
Sie unterstützt Knorpelaufbau, verbessert die Gelenkschmiere und wirkt leicht entzündungshemmend.
Wann sinnvoll?
Studie:
Langfristige Anwendung führte zu signifikant weniger Beschwerden.
📖 Zawadzki et al., 2013, Vet Res Commun
Hinweise:
Nur bei hochwertiger Qualität wirksam. Anfangs evtl. weicher Kot. Nicht für Hunde mit Meeresfrüchte-Allergie.
Was ist das?
CBD (Cannabidiol) stammt aus der Hanfpflanze. Es enthält kein THC und wirkt nicht berauschend.
Wie wirkt es?
CBD beeinflusst das Endocannabinoid-System, wirkt entspannend, schmerzlindernd und entkrampfend.
Wann sinnvoll?
Studie:
Nach 4 Wochen zeigten arthrosekranke Hunde mit CBD-Öl deutlich weniger Schmerzen und mehr Aktivität.
📖 Gamble et al., 2018, Front Vet Sci
Hinweise:
Nur Produkte mit <0,2 % THC verwenden. Langsam einschleichen. Mögliche Wechselwirkungen mit Lebermedikamenten.
Steife Gelenke am Morgen
→ Teufelskralle & Boswellia wirken entzündungshemmend und beweglichkeitsfördernd.
Chronische Entzündung und Schmerzen
→ Kurkuma & CBD regulieren Entzündung und lindern Schmerz auf natürliche Weise.
Diagnostizierte Arthrose oder Knorpelabbau
→ Grünlippmuschel & Kurkuma unterstützen Stoffwechsel und Knorpelschutz.
Schmerzen + Stress oder Unruhe
→ CBD & Teufelskralle beruhigen und lindern.
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