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Hund trinkt viel Wasser – ab wann ist es bedenklich?
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Hund trinkt viel Wasser – ab wann ist es bedenklich?

Petla Experte

Petla Experte

1. August 20255 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Wie viel Wasser ein Hund pro Tag trinken sollte, hängt von mehreren Faktoren ab – z. B. Körpergewicht, Aktivität oder Fütterungsart. Trinkt dein Hund deutlich mehr als sonst oder uriniert häufiger, kann das harmlos sein – oder ein Zeichen für eine zugrunde liegende Erkrankung. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Ursachen es für "übermäßiges Trinken" gibt, wie du die Trinkmenge beobachtest und wann ein Tierarztbesuch nötig ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Normal sind etwa 20-100 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht täglich
  • Trockenfutter, Aktivität, Hitze oder Laktation erhöhen den Wasserbedarf
  • Warnzeichen: deutlich erhöhter Durst + vermehrtes Urinieren, Appetitverlust, Lethargie
  • Häufige Ursachen: Diabetes, Niereninsuffizienz, Cushing, Pyometra, Elektrolytstörung
  • Erste Anzeichen können durch genaues Messen der Wasseraufnahme erkannt werden

Wie viel Wasser sollte ein Hund trinken – und wie lässt es sich messen?

Richtwert: Ein Hund sollte etwa 0-100 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag trinken. Hunde, die viel Trockenfutter bekommen, benötigen eher mehr, da Nassfutter bereits viel Feuchtigkeit enthält.

Wichtige Hinweise:

  • Welpen, säugende Hündinnen, sehr aktive Hunde und Hunde in heißen Regionen trinken meist mehr
  • Hunde dürfen niemals bewusst Wasser entzogen bekommen – auch nachts nicht
  • Um die Trinkmenge zu messen:
    • Fülle den Napf morgens mit einer bekannten Menge Wasser
    • Miss nach 24 Stunden den verbleibenden Rest
    • Bei mehreren Hunden ggf. getrennt füttern oder auf Chip-gesteuerte Näpfe zurückgreifen

Wann zum Tierarzt?

Wenn dein Hund deutlich mehr trinkt als sonst oder du über 100 ml/kg Körpergewicht misst, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.


Warum trinkt mein Hund so viel? Häufige Ursachen

Fütterung & Verhalten:

  • Nassfutter enthält Wasser – Hunde trinken dadurch weniger
  • Trockenfutter führt oft zu höherem Durst
  • Welpen & Senioren trinken altersbedingt oft mehr
  • Hitze oder Aktivität erhöhen den Bedarf
  • Stress oder Langeweile können ebenfalls zu häufigem Trinken führen

Medikamente:

Einige Arzneimittel führen zu erhöhter Wasseraufnahme, u. a.:

  • Entwässerungsmittel (Diuretika)
  • Antiepileptika
  • Kortisonpräparate

Erkrankungen:

  • Dehydration (z. B. durch Erbrechen, Durchfall, Hitzebelastung)
  • Elektrolytstörungen (z. B. durch Salzaufnahme oder Vergiftung)
  • Nierenerkrankung – Wasserverlust durch unkonzentrierten Urin
  • Diabetes mellitus – erhöhter Blutzucker führt zu Wasserverlust
  • Diabetes insipidus – seltene Hormonstörung mit starker Urinproduktion
  • Cushing-Syndrom – Überproduktion von Kortisol führt zu vermehrtem Durst
  • Pyometra – eitrige Gebärmutterentzündung bei nicht kastrierten Hündinnen
  • Leberinfektion (z. B. Leptospirose) – erhöhter Durst + allgemeine Krankheitssymptome

Achtung: In vielen Fällen treten zusätzliche Symptome auf wie Lethargie, Fieber, Appetitverlust oder Erbrechen.


Begleitsymptome, Diagnose & Behandlung

Mögliche Zusatzsymptome bei starkem Durst:

  • Häufiges Urinieren
  • Nachtschreck oder Unsauberkeit
  • Blut im Urin
  • Appetitlosigkeit, Erbrechen, Fieber, Atemnot
  • Apathie oder neurologische Symptome

Tierärztliche Diagnostik umfasst:

  • Blutbild (z. B. Nieren-, Leber- und Zuckerwerte)
  • Urinuntersuchung + ggf. Urinkultur
  • Röntgen und/oder Ultraschall (v. a. bei inneren Erkrankungen)
  • Hormonuntersuchung (z. B. ACTH-Test bei Cushing)

Behandlung abhängig von der Ursache:

  • Dehydration: Flüssigkeitstherapie oral oder intravenös
  • Gastroenteritis: Diät, Antibrechmittel, ggf. Probiotika
  • Fieber/Infektion: Antibiotika + unterstützende Maßnahmen
  • Nierenerkrankung: Diät, Infusionen, Blutdruck- und Phosphatkontrolle
  • Diabetes mellitus: Insulintherapie, regelmäßige Kontrolle
  • Diabetes insipidus: Hormonbehandlung oder Diät
  • Cushing-Syndrom: Medikamentöse Hormonregulation
  • Pyometra: Notfall-OP (Kastration) + Antibiotika
  • Leptospirose: Infusionstherapie + Antibiotika
  • Elektrolytstörung: Flüssigkeit, Diät, Ursachenbeseitigung

Häufige Fragen rund um starken Durst beim Hund

Mein Hund trinkt viel Wasser und erbricht – was bedeutet das?
Viele Hunde trinken bei Übelkeit automatisch mehr. Das kann zur Verstärkung des Erbrechens führen. Ursachen können Magenreizungen, Entzündungen, Fremdkörper oder Stoffwechselstörungen sein.

Mein Hund trinkt viel Wasser und leckt ständig die Pfoten – ist das ein Zeichen?
Das kann auf Allergien, Schmerzen oder Stress hindeuten. Auch Dehydrierung oder neurologische Probleme können dahinterstecken.

Warum trinkt mein Hund nachts übermäßig viel?
Mögliche Ursachen:

  • Trockene Raumluft (Heizung)
  • Stress, Langeweile oder kognitive Veränderungen (Demenz)
  • Zu wenig Wasserzugang tagsüber

Wann sollte ich sofort zum Tierarzt?
Wenn starker Durst mit einem oder mehreren dieser Symptome einhergeht:

  • Erbrechen, Durchfall
  • Lethargie, Apathie
  • Atemnot, Fieber
  • Koordinationsprobleme
  • Blut im Urin oder Harnabsatzprobleme

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