
Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Tierärzte: Wie Sie online besser gefunden werden
Was ist SEO und warum ist es wichtig für Tierärzte?
Heutzutage beginnt die Suche nach Tierärzt:innen für viele Tierhalter:innen im Internet. Wer Google und Google Maps mit klaren Inhalten und nachvollziehbarer Struktur bedient, landet vorne. Hier setzt SEO (Search Engine Optimization) an: Es umfasst Maßnahmen, mit denen Ihre Website bei relevanten Suchanfragen weiter oben erscheint. Google bewertet Seiten anhand hunderter Signale, um der suchenden Person die hilfreichsten Ergebnisse anzuzeigen.
Die Optimierung dieser Signale lässt sich in drei zentrale Bereiche gliedern: On-Page-SEO (Inhalte & Struktur Ihrer Website), Off-Page-SEO (Verlinkungen & Reputation) und Technisches SEO (technische Lesbarkeit für Google). Darüber hinaus gibt es das lokale SEO, welches auf diesen drei Bereichen aufbaut und sie um den regionalen Faktor erweitert – besonders wichtig für Tierarztpraxen, da Sie vorzugsweise von Tierhalter:innen in Ihrer Nähe gefunden werden wollen.
On-Page-SEO: Inhalte und Struktur Ihrer Website
On-Page-SEO umfasst den Aufbau und die Inhalte Ihrer Website. Ziel ist, dass Google versteht, was Sie anbieten, damit Ihre Praxis bei den relevanten Suchanfragen oben erscheint.
a) Texte
Ein zentraler Bestandteil sind Keywords – die Suchbegriffe, mit denen Tierhalter:innen online nach Informationen suchen. Schon beim Tippen in die Google-Suchleiste zeigt Google häufige Ergänzungen an – das sind reale Suchanfragen Ihrer Zielgruppe. Wählen Sie 3–5 Keywords, die Ihre Leistungen gut beschreiben. Viele davon ähneln sich bei den meisten Praxen, etwa „Tierarzt Köln" oder „Impfung Hund". Andere unterscheiden sich durch Spezialisierungen (z. B. Reptilien, Kardiologie, Diagnostik), besondere Angebote (z. B. CT, MRT, bestimmte Therapien) oder eine hohe Nachfrage bei bestimmten Themen (z. B. Reiseberatung).
Diese Keywords sollten auf allen wichtigen Unterseiten vorkommen – also auf der Startseite, der Leistungsseite und der Über-mich-Seite –, aber immer natürlich in den Text eingebaut werden. Vermeiden Sie sogenanntes Keyword-Stuffing, also das übermäßige Wiederholen einzelner Begriffe. Google erkennt heute automatisch, wenn Sie über verwandte Themen schreiben. Wenn Sie bei bestimmten Themen besonders erfahren sind, können sich Blogartikel lohnen. Ein Beitrag zu allgemeinen Themen wie Impfungen ist immer noch hilfreich, weil er Google zeigt, dass Ihre Seite aktiv Inhalte bereitstellt. Noch besser sind aber Artikel zu speziellen Themen, zu denen es online wenig gibt – solche Inhalte werden von Google besonders positiv bewertet und zeigen gleichzeitig Ihre fachliche Expertise.
b) Bilder
Bilder machen eine Website lebendig – und sie helfen auch Google zu verstehen, worum es auf Ihrer Seite geht. Suchmaschinen können keine Fotos „sehen", sondern lesen nur den Dateinamen und den Alt-Text. Verwenden Sie aussagekräftige Dateinamen und ergänzen Sie jedes Bild um einen kurzen, passenden Alt-Text, z. B.: Dateiname: hund_zahnstein_entfernung.jpg; Alt-Text: „Hund bei der Zahnsteinentfernung in der Tierarztpraxis Schockhoven".
c) Interne Verlinkung
Interne Verlinkungen helfen Google zu verstehen, wie Ihre Seiten zusammenhängen. Verknüpfen Sie daher Ihre Startseite, Leistungsseiten und ggf. Blogartikel sinnvoll miteinander. So entsteht eine klare Struktur, durch die Google Ihre Inhalte leichter erfassen (Crawling) und thematisch zuordnen kann.
d) Aktualität
Google bevorzugt Websites, die gepflegt und aktuell sind. Prüfen Sie deshalb in festen Abständen, ob Öffnungszeiten, Teamangaben und Leistungsbeschreibungen noch stimmen. Aktualisieren Sie Texte, wenn neue Tierärzt:innen oder Spezialisierungen hinzukommen, und sorgen Sie dafür, dass Bilder und Praxisdarstellung den aktuellen Stand zeigen.
Lokales SEO
Damit Ihre Praxis bei regionalen Suchanfragen gefunden wird, spielt lokales SEO eine zentrale Rolle. Google muss eindeutig erkennen, wo Sie tätig sind.
- Ort im Text nennen: Bauen Sie Ihren Standort (z. B. „Tierarztpraxis in Köln‑Südstadt") natürlich in Überschriften und Fließtexte ein.
- Adressdaten klar sichtbar: Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten gehören gut sichtbar z. B. in den Footer.
- Regionale Bezüge schaffen: Erwähnen Sie typische Themen aus Ihrer Umgebung, z. B. „Zeckenzeit in NRW".
Off-Page-SEO: Verlinkungen und Reputation
Off-Page-SEO betrifft alles, was außerhalb Ihrer Website passiert. Google nutzt diese externen Signale, um einzuschätzen, wie reputabel Ihre Praxis ist.
a) Backlinks: Empfehlungen im Internet
Jeder Link von einer anderen Website zu Ihrer ist wie eine Empfehlung. Solche Links tragen dazu bei, die Autorität einer Seite zu erhöhen, vorausgesetzt, sie stammen aus seriösen, thematisch verwandten Quellen (Partnerorganisationen, Verzeichnisse, lokale Presse, Verbände, Blog/Interviews).
Falls Sie Partner haben, fragen Sie diese, ob sie Ihre Website auf ihrer Seite verlinken – etwa unter „Unsere Partner" oder „Kooperationen".
b) Konsistenz auf allen Plattformen
Sorgen Sie für identische NAP-Daten (Name, Adresse, Telefon) auf allen Plattformen. Wählen Sie einen festen Praxisnamen und verwenden Sie ihn überall gleich. Halten Sie Öffnungszeiten und Sonderzeiten (Urlaub/Notdienst) aktuell – auf Website, Google‑Unternehmensprofil und Verzeichnissen.
c) Bewertungen & Erwähnungen
Auch Google‑Bewertungen, Foren und Social‑Media‑Erwähnungen wirken sich auf Ihr Ranking aus. Google erkennt, ob Nutzer:innen Ihre Praxis empfehlen, und ordnet Sie entsprechend höher ein.
Lokales SEO
Für lokale Sichtbarkeit zählen einheitliche und vertrauenswürdige Online‑Signale.
- Google‑Unternehmensprofil pflegen: Leitfaden ansehen.
- Lokale Partnerschaften aufbauen und gegenseitig verlinken.
- Konsistente Daten in Verzeichnissen, Social Media und Bewertungsportalen.
Technisches SEO: Die Basis jeder guten Website
Technisches SEO sorgt dafür, dass Google Ihre Inhalte problemlos erfassen kann. Damit Ihre Website gut abschneidet, muss sie technisch einwandfrei sein.
a) Überschriftenstruktur (H1–H3)
Überschriften sind wie Kapitel: Eine H1 pro Seite, H2 für Abschnitte, H3 für Details. Wichtig: In HTML korrekt mit <h1>, <h2>, <h3> auszeichnen – nicht nur optisch größer darstellen.
b) Seitentitel & Beschreibung (Meta‑Daten)
Jede Seite braucht einen klaren Titel (ca. 50–60 Zeichen) und eine Beschreibung (ca. 150–160 Zeichen). Vermeiden Sie zu lange Texte, sonst kürzt Google sie.
Ein Praxis‑Beispiel und weitere Details finden Sie im Artikel zur Webseiten‑Optimierung.
c) Mobile Optimierung (Mobile‑First)
Google bewertet vorrangig die mobile Version. Setzen Sie auf responsive Layouts, gut bedienbare Buttons und lesefreundliche Schriftgrößen.
d) Ladezeit (ideal < 3 Sekunden)
Komprimieren Sie Bilder (z. B. WebP), aktivieren Sie Caching und minimieren Sie CSS/JS. Entfernen Sie überflüssige Skripte.
e) Sichere Verbindung (HTTPS)
Aktivieren Sie ein SSL‑Zertifikat beim Hoster und prüfen Sie Weiterleitungen. Das Schloss‑Symbol sollte überall sichtbar sein.
f) Saubere URLs
Bevorzugen Sie kurze, sprechende URLs. Statt (/seite?id=12) besser: (/zahnbehandlung-hund-koeln).
Lokales SEO
- Strukturierte Daten: Praxisdaten (Name, Adresse, Telefon, Öffnungszeiten) mit Schema.org auszeichnen.
- Mobile Ladezeit: Viele lokale Suchen entstehen unterwegs – schnelle Ladezeiten zählen.
- Saubere URLs & Sicherheit: Sprechende URLs mit Ortsbezug und konsequentes HTTPS.
Fazit: Zusammenspiel aus Inhalten, Struktur, Technik und Lokalität
SEO ist kein einzelner Handgriff, sondern ein Zusammenspiel: Inhalte, Struktur, Technik und regionale Präsenz greifen ineinander. Wenn alle Teile stimmen, erkennt Google den Mehrwert Ihrer Praxis – und Tierhalter:innen finden Sie dort, wo sie suchen.
Petla unterstützt Praxen dabei, genau das umzusetzen: mit einer klaren SEO‑Strategie, abgestimmtem Google‑Unternehmensprofil und der Möglichkeit, Online‑Terminbuchung direkt zu integrieren.

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