Welche Impfungen braucht meine Katze wirklich?
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Welche Impfungen braucht meine Katze wirklich?

Céline Birkl
Céline Birkl
10. Juli 20265 Min. Lesezeit
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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Hinweis: Diese Angaben gelten für Deutschland

Dieser Artikel beschreibt die Rechtslage, Gebühren und Empfehlungen in Deutschland. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Regelungen. Bitte klären Sie die Details mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt vor Ort.

Impfungen gehören zur wichtigsten Vorsorge für deine Katze, doch welche sind Pflicht, welche optional, und was gilt für reine Wohnungskatzen? Dieser Ratgeber erklärt Core- und Non-Core-Impfungen, den Impfplan vom Kitten bis zur Auffrischung und was du für Reisen brauchst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Core-Impfungen für alle Katzen: Katzenseuche (Panleukopenie) und Katzenschnupfen
  • Die Grundimmunisierung startet meist um die 8. Lebenswoche. Abgeschlossen ist sie aber erst mit der Impfung im Alter von etwa 15 Monaten
  • Voller Schutz besteht nicht sofort: Die Gebrauchsinformationen nennen je nach Impfstoff rund eine bis vier Wochen nach der Kittenserie. Die StIKo Vet zählt darüber hinaus die Impfung mit rund 15 Monaten zu ihrer Grundimmunisierung
  • Auch reine Wohnungskatzen brauchen die Core-Impfungen
  • Tollwut ist in Deutschland keine Core-Impfung und ohne Auslandsreisen keine Pflicht, für Reisen ins Ausland aber vorgeschrieben, mit Mikrochip und EU-Heimtierausweis

Warum Impfungen zur wichtigsten Vorsorge für deine Katze gehören

Impfungen zählen zu den wichtigsten Maßnahmen, um Infektionskrankheiten zu verhindern. Sie schützen deine Katze vor Krankheiten, die schwer verlaufen und lebensbedrohlich werden können und deren Behandlung oft eine intensive tierärztliche Betreuung erfordert.

Fachleute unterscheiden dabei zwei Gruppen: Core-Impfungen (Basisimpfungen, die für jede Katze empfohlen werden) und Non-Core-Impfungen (Zusatzimpfungen, die sich nach den Lebensumständen deiner Katze richten). In diesem Ratgeber erfährst du, welche Impfungen deine Katze wirklich braucht, wann der Impfplan startet und was für Wohnungskatzen anders ist.


Welche Impfungen sind für Katzen Pflicht und welche optional?

In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet), Katzen grundsätzlich gegen Katzenseuche (Panleukopenie) und Katzenschnupfen (ausgelöst durch Herpes- und Caliciviren) zu impfen. Das sind die Core-Impfungen. Sie werden für jede Katze empfohlen, weil sie vor besonders gefährlichen Krankheiten schützen.

Die Non-Core-Impfungen richten sich nach dem individuellen Risiko. Für Katzen sind das vor allem die Leukose (FeLV) und Chlamydien; weitere Wahlimpfungen kommen nur in besonderen Situationen infrage. Ob deine Katze eine davon braucht, hängt von Alter, Freigang und Kontakt zu anderen Katzen ab. Die Tollwutimpfung nimmt eine Sonderrolle ein: dazu weiter unten mehr.


Wogegen die Core-Impfungen schützen

Katzenseuche (feline Panleukopenie)

Das MSD Veterinary Manual beschreibt sie als hochansteckende, häufig tödliche Viruserkrankung, bei der Kitten am schwersten betroffen sind: Kätzchen unter fünf Monaten sterben am ehesten daran. Typisch sind Fieber, Teilnahmslosigkeit und Fressunlust; meist ein bis zwei Tage nach dem Fieber kommt Erbrechen hinzu. Durchfall kann auftreten, ist aber nicht immer dabei. Weil es so schnell verläuft, ist Vorbeugen durch Impfen der wichtigste Schutz.

Katzenschnupfen

Ein Sammelbegriff für Infektionen der oberen Atemwege, die meist durch Herpes- und Caliciviren ausgelöst werden. Nach Angaben des Cornell Feline Health Center kommen bis zu 97 Prozent der Katzen im Lauf ihres Lebens mit dem Herpesvirus in Kontakt, und bei bis zu 80 Prozent dieser Tiere wird daraus eine lebenslange Infektion; die Impfleitlinie der StIKo Vet formuliert es noch strenger: Eine einmal infizierte Katze bleibt lebenslang Trägerin. Ausgeschieden wird das Virus dabei nicht bei beiden Erregern gleich: Ein Teil der Herpes-Träger scheidet das Virus schubweise wieder aus, meist ausgelöst durch Stress, Calicivirus-Träger dagegen dauerhaft und stressunabhängig, zum Teil lebenslang. Caliciviren lösen häufig schmerzhafte Geschwüre auf Zunge und Maulschleimhaut aus. Wie du die Anzeichen erkennst, liest du im Ratgeber Katze niest.


Der Impfplan: von der Grundimmunisierung bis zur Auffrischung

Die Basis bildet die Grundimmunisierung im Kittenalter. Sie beginnt in der Regel mit der 8. Lebenswoche (in Ausnahmefällen etwas früher). Danach folgen Wiederholungsimpfungen im Abstand von etwa 3 bis 4 Wochen. Die Impfleitlinie der StIKo Vet nennt für die Core-Impfungen Termine mit 8, 12 und 16 Lebenswochen.

Damit ist die Grundimmunisierung aber noch nicht fertig: Die Leitlinie führt einen vierten Termin mit rund 15 Lebensmonaten auf, und erst diese Impfung schließt die Grundimmunisierung ab. Wer nach der 16. Woche aufhört, hat die Serie also nicht zu Ende geführt.

Warum mehrere Termine? In den ersten Lebenswochen ist die Katze noch durch den Nestschutz der Mutter geschützt. Dieser Nestschutz besteht aus mütterlichen Antikörpern, die sich nach und nach abbauen, und wie lange das dauert, ist von Kätzchen zu Kätzchen verschieden: Je höher ihr Spiegel, desto länger dauert es laut StIKo Vet. Solange sie noch da sind, kann eine einzelne, zu früh gegebene Impfung wirkungslos bleiben. Mit den Wiederholungen versucht man, den Zeitpunkt zu treffen, ab dem der Nestschutz nachlässt und die Impfung greift. Mit 16 Wochen ist er allerdings nicht bei jedem Kätzchen weg: Die StIKo Vet verweist auf eine Untersuchung, nach der maternale Antikörper bis in die 20. Lebenswoche hineinreichen und die aktive Immunisierung so lange verhindern können: Einer Feldstudie zufolge greift deshalb in Einzelfällen selbst die Impfung in der 16. Woche noch nicht. In dem Fall kann es sinnvoll sein, in der 16. Woche zusätzlich die Antikörper bestimmen zu lassen, um bei Bedarf noch einmal nachimpfen zu können. Die internationale Impfleitlinie der WSAVA (2024) empfiehlt einen solchen Bluttest allerdings frühestens mit 20 Wochen und mindestens vier Wochen nach der letzten Impfung, weil Antikörper, die vorher gemessen werden, noch von der Mutter stammen können. Ab der 20. Woche sind keine maternalen Antikörper mehr zu erwarten. Ob dein Kätzchen einen weiteren Termin braucht, klärst du in deiner Praxis.

Wichtig: Der Schutz ist nicht sofort da und wie lange er braucht, hängt vom verwendeten Impfstoff ab. Die in Deutschland zugelassenen Katzen-Impfstoffe, die Impfleitlinie listet sie im Anhang einzeln auf, geben den Beginn der Immunität mit einer Woche bis vier Wochen nach der Grundimmunisierung an. ⚠️ Wichtig ist, welche Grundimmunisierung dort gemeint ist: die des jeweiligen Herstellers, also die Kittenserie, nicht der Termin mit rund 15 Monaten. Den zählt die StIKo Vet zusätzlich zu ihrem Schema, und er schließt es ab; ein optionaler Nachschlag ist er nicht. Frag in deiner Praxis nach, was für den Impfstoff deiner Katze gilt und meide bis dahin Kontakt zu fremden oder kranken Katzen.

Diese vierte Impfung mit rund 15 Lebensmonaten liegt gut ein Jahr nach dem letzten Kitten-Termin. Wie oft danach nachgeimpft wird, hängt vom Impfstoff und den Lebensumständen ab und ist je nach Krankheit unterschiedlich:

  • Katzenseuche: Der Schutz hält lange. Im Panleukopenie-Kapitel der Impfleitlinie hält die StIKo Vet Wiederholungsimpfungen im Abstand von drei Jahren oder mehr für ausreichend. Häufiger zu impfen bringt hier keinen Zusatznutzen. (Der allgemeine Abschnitt zur Grundimmunisierung der Katze fasst in derselben Leitlinie Herpes, Calici und Panleukopenie unter „bis zu 3 Jahren“ zusammen. Für Herpes und Calici deckt sich das mit den jeweiligen Abschnitten; nur bei der Panleukopenie steht es anders: Dort nennt die Empfehlungszeile „im Abstand von 3 Jahren“ und der Fließtext daneben „im Abstand von 3 Jahren (oder mehr) ausreichend“.)
  • Katzenschnupfen: Für Herpes- und Caliciviren nennt die Leitlinie einen Abstand von bis zu drei Jahren: Hier ist der Abstand also nach oben begrenzt. In der Praxis wird häufiger nachgeimpft, und der Grund dafür steht in der Leitlinie selbst: In ihrer Zulassungsliste tragen mehrere der in Deutschland zugelassenen Kombinationsimpfstoffe für die Katzenschnupfen-Komponente den Vermerk jährlich, während die Katzenseuche-Komponente desselben Präparats im Drei-Jahres-Abstand aufgeführt ist. Welcher Abstand für deine Katze gilt, hängt damit am verwendeten Impfstoff, und die Leitlinie stellt ihren Empfehlungen ohnehin den Grundsatz voran, dass Gesundheitsberatung und Impfgespräch der Ermittlung eines individuellen Impfprogramms dienen.

Den genauen Rhythmus legt deine Tierärztin individuell fest. Ein persönliches Impfschema hilft, den Überblick zu behalten.


Wohnungskatze oder Freigänger: Macht das einen Unterschied?

Bei den Core-Impfungen nicht: Die StIKo Vet empfiehlt Katzenseuche und Katzenschnupfen grundsätzlich für alle Katzen, auch für reine Wohnungskatzen. Denn ansteckende Erreger können ins Haus getragen werden: Das Katzenseuche-Virus bleibt laut Impfleitlinie so lange ansteckend, dass es zum Beispiel über die Kleidung auch reine Wohnungskatzen infizieren kann.

Bei den Non-Core-Impfungen macht der Lebensstil dagegen den Unterschied. Freigänger und Katzen mit Kontakt zu Artgenossen haben ein höheres Ansteckungsrisiko und profitieren eher von Zusatzimpfungen wie der gegen Leukose. Bei der Leukose zählt zusätzlich das Alter: Junge Katzen sind für einen fortschreitenden Verlauf der Infektion besonders empfänglich. Bei Kitten gehen die Empfehlungen deshalb auseinander. Das Cornell Feline Health Center zählt die Leukose-Impfung bei ihnen inzwischen zu den Core-Impfungen. Die StIKo Vet stuft sie als Non-Core ein und rät, nur Katzen mit hohem Risiko für einen fortschreitenden Verlauf zu impfen, also vor allem junge Freigänger, um das Risiko eines Spritzenstellen-Sarkoms klein zu halten. Wird dein Kitten gegen Leukose geimpft, endet das nicht mit dem Kittenalter: Laut StIKo Vet schließt erst eine Impfung nach einem Jahr die FeLV-Grundimmunisierung ab. Wie das Kittenschema abläuft, liest du im Ratgeber Kitten-Grundimmunisierung. Am besten besprichst du mit deiner Tierärztin, was zum Alltag deiner Katze passt.


Tollwut, Mikrochip und EU-Heimtierausweis

Ohne Auslandsreisen ist die Tollwutimpfung in Deutschland keine Pflicht, und die deutsche Impfleitlinie führt sie nicht unter den Core-Impfungen der Katze: Die terrestrische Tollwut gilt in Deutschland als getilgt, und bei Katzen, die nicht über die Grenze reisen, kann laut Leitlinie deshalb auf die Impfung verzichtet werden. Zwei Dinge sprechen trotzdem für die Impfung, und beide nennt dieselbe Leitlinie: Bei Reisen ins Ausland ist sie Pflicht, und zwar frühestens ab einem Alter von zwölf Wochen, und geimpfte Tiere sind nach der nationalen Tollwutverordnung bessergestellt, falls es zum Kontakt mit einem seuchenverdächtigen Tier kommt. Ob sich die Impfung für deine Katze auch ohne Reisepläne lohnt, etwa bei Freigang, besprichst du am besten mit deiner Tierärztin.

Für Reisen innerhalb der EU schreiben die EU-Reiseregeln drei Dinge vor:

  • einen Mikrochip zur eindeutigen Kennzeichnung
  • eine gültige Tollwutimpfung
  • den EU-Heimtierausweis

Nach diesen Regeln muss der Chip vor der Tollwutimpfung gesetzt werden. Planst du eine Reise, findest du im Ratgeber Mit der Katze in den Urlaub weitere Tipps zur Vorbereitung.


Sind Impfungen für Katzen gefährlich? Nebenwirkungen im Blick

Impfungen sind in der Regel gut verträglich. Manche Katzen sind am Tag nach der Impfung etwas matt oder fressen weniger. Das legt sich meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden von selbst. Auch eine leichte Schwellung an der Einstichstelle kann vorkommen und verschwindet normalerweise wieder. Geht sie dagegen nicht zurück, wird größer oder fällt dir erst später auf, gehört sie tierärztlich angesehen, unabhängig davon, wie lange die Impfung zurückliegt. Denn bei der Katze kann sich an einer Injektionsstelle ein Weichteilsarkom bilden, das sogenannte Spritzenstellen-Sarkom (FISS). Die Impfleitlinie der StIKo Vet beziffert die Inzidenz auf 1:1.000 bis 1:10.000 Impfungen und beschreibt eine epidemiologische Verbindung zur FeLV- und zur Tollwut-Impfung, die möglicherweise darin begründet ist, dass viele dieser Vakzinen Adjuvantien enthalten. Die internationale Impfleitlinie der WSAVA (2024) bringt die Entstehung des Sarkoms allgemeiner mit Impfstoffen und anderen gespritzten Präparaten in Verbindung. Worauf du bei einem Knoten achtest, liest du im Ratgeber Spritzenstellen-Sarkom (FISS) bei der Katze.

Nach derselben WSAVA-Leitlinie ist ein Spritzenstellen-Sarkom selten, und der Nutzen des Impfschutzes überwiegt dieses Risiko bei Weitem: Die Impfung schützt vor Krankheiten wie der Katzenseuche, die häufig tödlich verläuft.


Wann du mit deiner Katze zum Tierarzt solltest

  • Zur Grundimmunisierung und zu den vereinbarten Auffrischungsterminen
  • Wenn Symptome nach der Impfung länger als 24 bis 48 Stunden anhalten
  • Bei starker Schwellung, anhaltendem Erbrechen, Durchfall oder Atemproblemen kurz nach der Impfung (selten, aber ernst zu nehmen)
  • Bei einer Schwellung oder einem Knoten an der Einstichstelle, die nicht zurückgeht, größer wird oder erst später auffällt, unabhängig davon, wie lange die Impfung her ist
  • Wenn deine Katze Anzeichen von Katzenseuche oder Katzenschnupfen zeigt: Teilnahmslosigkeit, Fressunlust und Fieber (bei der Katzenseuche laut Impfleitlinie meist die ersten Zeichen, auch wenn kein Durchfall dabei ist), dazu Erbrechen, Durchfall, Niesen sowie Augen- oder Nasenausfluss
  • Rechtzeitig vor einer geplanten Reise, denn Tollwutimpfung und EU-Heimtierausweis brauchen Vorlauf

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Häufige Fragen

Welche Impfungen braucht meine Katze unbedingt?

Die Core-Impfungen gegen Katzenseuche (Panleukopenie) und Katzenschnupfen werden für jede Katze empfohlen. Für Reisen ins Ausland kommt die Tollwutimpfung hinzu. Non-Core-Impfungen wie gegen Leukose richten sich nach den Lebensumständen und dem Risiko deiner Katze. Bei Kitten gehen die Empfehlungen zur Leukose auseinander: Das Cornell Feline Health Center zählt sie bei ihnen zu den Core-Impfungen, die StIKo Vet rät zur Impfung bei hohem Ansteckungsrisiko, vor allem bei jungen Freigängern. Wird geimpft, schließt laut StIKo Vet erst eine Impfung nach einem Jahr die FeLV-Grundimmunisierung ab.

Muss ich meine Wohnungskatze impfen lassen?

Ja. Die Core-Impfungen gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen werden grundsätzlich für alle Katzen empfohlen, auch für reine Wohnungskatzen: Erreger wie das Katzenseuche-Virus können zum Beispiel über die Kleidung ins Haus gelangen. Die Tollwutimpfung ist in Deutschland keine Core-Impfung und für die reine Wohnungskatze keine Pflicht: Vorgeschrieben ist sie, sobald du mit deiner Katze ins Ausland reist.

Ab welchem Alter wird eine Katze geimpft?

Die Grundimmunisierung beginnt in der Regel mit der 8. Lebenswoche (in Ausnahmefällen etwas früher). Danach folgen Wiederholungen im Abstand von etwa 3 bis 4 Wochen. Die StIKo Vet nennt Termine mit 8, 12 und 16 Lebenswochen. Dazu kommt ein vierter Termin mit rund 15 Lebensmonaten, der die Grundimmunisierung erst abschließt.

Wie oft muss die Impfung aufgefrischt werden?

Rund ein Jahr nach den Kitten-Terminen steht die Impfung an, die die Grundimmunisierung abschließt. Danach reichen bei der Katzenseuche Wiederholungsimpfungen im Abstand von drei Jahren oder mehr. Beim Katzenschnupfen nennt die Leitlinie einen Abstand von bis zu drei Jahren, und in der Praxis wird häufiger nachgeimpft: In der Zulassungsliste derselben Leitlinie tragen mehrere Kombinationsimpfstoffe für die Katzenschnupfen-Komponente den Vermerk jährlich. Den genauen Plan legt deine Tierärztin fest.

Hat die Impfung Nebenwirkungen?

Meist sind Impfungen gut verträglich. Manche Katzen sind kurz nach der Impfung etwas matt oder fressen weniger, was sich in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden legt. Halten die Beschwerden länger an oder treten stärkere Reaktionen auf, solltest du tierärztlichen Rat einholen.


Fazit: So behältst du den Impfschutz im Griff

  • Core-Impfungen gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen sind für jede Katze wichtig, auch für Wohnungskatzen
  • Die Grundimmunisierung beginnt mit ~8 Wochen (Termine mit 8, 12 und 16 Wochen) und ist erst mit der Impfung im Alter von rund 15 Monaten abgeschlossen
  • Voller Schutz besteht nicht sofort: Die Gebrauchsinformationen nennen je nach Impfstoff etwa eine bis vier Wochen nach der Grundimmunisierung des Herstellers, also nach der Kittenserie. Den Termin mit rund 15 Monaten zählt die StIKo Vet zusätzlich zu ihrem eigenen Schema, das er abschließt
  • Non-Core-Impfungen richten sich nach Freigang, Kontakt und Reiseplänen; Tollwut ist in Deutschland keine Core-Impfung, für Auslandsreisen aber vorgeschrieben
  • Für Reisen ins Ausland brauchst du Mikrochip, gültige Tollwutimpfung und EU-Heimtierausweis
  • Den individuellen Impfplan stimmst du am besten mit deiner Tierärztin ab

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