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Katze niest – Ursachen, Muster und wann ein Tierarztbesuch nötig ist
KatzeNiesen

Katze niest – Ursachen, Muster und wann ein Tierarztbesuch nötig ist

Petla Experte

Petla Experte

4. August 20254 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Ein niesendes Kätzchen kann zwar niedlich klingen, doch wiederholtes Niesen ist nicht immer harmlos. Genau wie wir Menschen können auch Katzen sich erkälten oder an einer Nasennebenhöhlenentzündung leiden. Doch auch Zahnprobleme, Reizstoffe oder chronische Infekte können dahinterstecken. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Ursachen infrage kommen, wie du Muster erkennst – und wann du tierärztliche Hilfe brauchst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gelegentliches Niesen ist meist unbedenklich – bei Häufung sollte die Ursache geklärt werden
  • Häufige Auslöser: Reizstoffe, Infekte, Allergien, Zahnprobleme oder Fremdkörper
  • Bei Fieber, Appetitverlust oder Nasen-/Augenausfluss ist ein Tierarztbesuch nötig
  • Oberer Atemwegsinfekt (Katzenschnupfen) ist eine häufige Ursache
  • Chronisches Niesen kann auf bleibende Schäden oder Infektionen hinweisen

Woran kann es liegen, wenn meine Katze niest?

Gelegentliches Niesen
Ein einzelnes Niesen kann durch Staub, Pollen, Parfum oder kleine Fremdkörper wie Grashalme ausgelöst werden – ähnlich wie beim Menschen.

Häufigeres Niesen mit erkennbarem Muster
Tritt das Niesen immer in bestimmten Räumen, bei Reinigungsaktionen oder nach dem Toilettengang auf, könnte ein Reizstoff in Reinigungsmitteln oder der Streu verantwortlich sein.

Niesen mit weiteren Symptomen
Wenn deine Katze neben dem Niesen auch unter Nasen- oder Augenausfluss, Appetitmangel oder Abgeschlagenheit leidet, könnte eine Infektion der oberen Atemwege vorliegen. Auch Zahnprobleme können sich über den Nasenraum äußern.


Wann sollte ich mit einer niesenden Katze zum Tierarzt?

Milde Symptome & gelegentliches Niesen
Beobachte deine Katze 1–2 Tage. Wenn sie frisst, aktiv ist und keine weiteren Symptome zeigt, ist oft kein sofortiger Arztbesuch nötig.

Kätzchen mit Symptomen
Junge Katzen sollten bei Niesen oder Infektanzeichen grundsätzlich dem Tierarzt vorgestellt werden – ihr Immunsystem ist empfindlicher.

Weitere Warnzeichen
Tritt das Niesen häufiger auf oder wird von Appetitverlust, Augenausfluss, Lethargie oder Fieber begleitet, ist tierärztliche Abklärung nötig.
Denn: Schon nach 2–3 Tagen Futterverweigerung kann bei Katzen eine lebensgefährliche Leberverfettung entstehen. In schweren Fällen sind Infusionen und medikamentöse Unterstützung notwendig.

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Häufige Ursachen für Niesen bei Katzen

Infektionen der oberen Atemwege (Katzenschnupfen)
Oft auch als „Katzen-Erkältung“ bezeichnet. Häufig durch Viren wie Calicivirus oder Herpesvirus, aber auch durch Bakterien oder seltener Pilze verursacht.

Typische Symptome:

  • Wiederkehrendes Niesen über Stunden oder Tage
  • Nasen- und Augenausfluss (klar, gelb, grün oder blutig)
  • Fieber, Appetitverlust, Lethargie
  • Husten oder vermehrtes Schlucken
  • Dehydrierung

Behandlungsmöglichkeiten:

  • Leichte Fälle heilen oft in 1–2 Wochen von selbst
  • Bei stärkeren Symptomen: antivirale Medikamente, Antibiotika, Augentropfen, Nasenspülung
  • Bei Dehydrierung: Infusionstherapie
  • Bei schweren Fällen: Klinikaufenthalt mit Intensivbehandlung

Hausmittel zur Unterstützung:

  • Nase & Gesicht regelmäßig mit feuchtem Tuch reinigen
  • Angerührtes oder aufgewärmtes Nassfutter anbieten
  • Luftbefeuchter aufstellen

Nasale Entzündungen: Rhinitis & Sinusitis
Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis) oder der Nebenhöhlen (Sinusitis). Häufig Komplikationen nach Infekten.

Symptome:

  • Klarer oder gelb/grüner Nasenausfluss
  • Schweres Atmen, evtl. durch den Mund
  • Augenausfluss, Tränen
  • Rückwärtsniesen
  • Bei Pilzbefall: Verhärtung am Nasenrücken möglich

Diagnose & Behandlung:

  • Untersuchung + evtl. Rhinoskopie (Kamera im Nasenraum)
  • Spülung der Nase, Antibiotika, Kortison
  • In schweren Fällen: Infusionen & Futterunterstützung

Chronische Atemwegserkrankungen
Folge früherer schwerer Infektionen, oft dauerhaft. Besonders nach Calici- oder Herpesviren kann chronische Rhinitis bestehen bleiben.

Anzeichen:

  • Immer wiederkehrendes oder dauerhaftes Niesen
  • Zäher, gelblicher Nasenausfluss
  • Appetitverlust, Sabbern, Augenausfluss
  • Verschlechterung bei Stress oder Immunschwäche

Diagnose:

  • Blut-/Urinuntersuchung
  • Röntgen, CT oder Rhinoskopie
  • Biopsien aus dem Nasenraum

Behandlung:
Ziel ist nicht Heilung, sondern Symptomkontrolle – z. B. durch regelmäßige Medikamente, inhalative Unterstützung oder Futterumstellung.

Allergien
Selten, aber möglich. Äußern sich meist über Hautreaktionen, gelegentlich auch über Niesen, tränende Augen oder Husten (v. a. bei Asthma).

Formen:

  • Allergische Rhinitis (Heuschnupfen) – saisonal durch Pollen
  • Ganzjährige Allergien – z. B. durch Hausstaub oder Schimmel

Behandlung:

  • Individueller Plan beim Tierarzt oder Dermatologen
  • Evtl. Desensibilisierung, Medikamente, Spezialdiät

Impfreaktionen
Einige Impfstoffe gegen Atemwegserkrankungen können kurzzeitig Niesen auslösen – verschwindet meist nach wenigen Tagen.


Fazit: Wann Niesen harmlos ist – und wann nicht

Ein gelegentliches Niesen ist bei Katzen meist kein Grund zur Sorge. Kommt es aber häufiger vor oder treten weitere Symptome wie Appetitlosigkeit, Fieber oder Ausfluss hinzu, solltest du deine Katze untersuchen lassen. Besonders junge, ältere oder immungeschwächte Tiere reagieren empfindlich auf Atemwegserkrankungen und brauchen frühzeitige Hilfe.

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