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Katze hat tränende Augen? Das kann dahinterstecken
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Katze hat tränende Augen? Das kann dahinterstecken

Petla Experte

Petla Experte

6. August 20254 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Tränende oder gerötete Augen bei Katzen sind keine Seltenheit. Doch wenn das Sekret ungewöhnlich dick ist oder die Augen dauerhaft tränen, solltest du aufmerksam werden. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Ursachen infrage kommen, wann du zum Tierarzt solltest und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Leichtes Tränen ist meist harmlos – z. B. bei Reizung oder Staub
  • Häufige Ursache: Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
  • Auch Allergien, Infekte oder Augenverletzungen kommen infrage
  • Kurzköpfige Rassen wie Perser haben anatomisch bedingt häufiger Probleme
  • Bei eitrigem, schleimigem oder anhaltendem Ausfluss immer zum Tierarzt

Mögliche Ursachen für tränende Augen

Konjunktivitis (Bindehautentzündung)
Die häufigste Ursache für tränende Augen bei Katzen. Dabei entzündet sich die Bindehaut – das führt zu Rötung, Lichtempfindlichkeit, Schwellung und wässrigem oder schleimigem Ausfluss. Ursachen können Infektionen, Fremdkörper, Allergien oder Reizungen sein.

Obere Atemwegsinfekte
Virale oder bakterielle Infektionen wie Herpesvirus oder Calicivirus betreffen oft auch die Augen. Typisch sind zusätzlich Niesen, Nasenausfluss und Appetitverlust. Besonders junge oder ungeimpfte Katzen sind gefährdet.

Allergien
Katzen können auf Pollen, Hausstaub, Reinigungsmittel oder Parfüm allergisch reagieren. Die Augen tränen, es kann zu Juckreiz und Niesen kommen. Auch Futtermittelallergien sind möglich.

Hornhautverletzungen & Augenulzera
Ein Kratzer auf dem Auge (z. B. durch Spiel oder Kämpfe) kann zu starker Reizung führen. Symptome: Blinzeln, Kneifen, Tränenfluss und Schmerzen. Unbehandelt kann das Auge Schaden nehmen.

Trockene Augen (Keratokonjunktivitis sicca)
Wenn die Tränenproduktion gestört ist, wird die Hornhaut zu trocken. Folge: entzündete, gerötete Augen mit zähem, gelbem Ausfluss. Kann unbehandelt zur Erblindung führen.

Epiphora (Tränenabflussstörung)
Bei verstopften oder zu engen Tränenkanälen staut sich die Flüssigkeit und läuft über das Gesicht. Oft bei Kurznasenrassen wie Persern – dort zusätzlich durch anatomisch bedingte Fehlstellung der Augen.


Wann du mit deiner Katze zum Tierarzt solltest

Nicht jeder Tränenfluss ist ein Grund zur Sorge. Beobachte aber genau, ob eines dieser Anzeichen dazukommt:

  • Dickflüssiger, gelber oder grüner Ausfluss
  • Geschwollene, rote oder verklebte Augen
  • Blinzeln, Kneifen, Kopfschütteln oder Reiben am Gesicht
  • Allgemeine Abgeschlagenheit, Fieber oder Fressunlust
  • Lichtscheue, Veränderungen der Pupillen oder Trübungen

Tritt eines oder mehrere dieser Symptome auf, solltest du deine Katze rasch tierärztlich untersuchen lassen. Gerade bei Augenproblemen zählt oft jede Stunde.


Behandlung und Prognose

Diagnose beim Tierarzt
Dein Tierarzt wird die Augen deiner Katze untersuchen – mit Lupen, Farbstoffen (z. B. Fluoreszein) oder ggf. einem Tränentest. Zusätzlich können Abstriche oder Blutuntersuchungen notwendig sein.

Je nach Ursache erfolgt die Behandlung z. B. mit:

  • Augentropfen oder -salben (antibakteriell, antiviral, entzündungshemmend)
  • Schmerzmitteln oder Kortisonpräparaten
  • Reinigung der Tränenkanäle bei Verstopfung
  • Antibiotika oder Infusionstherapie bei Infekten
  • Operation (z. B. bei Lidfehlstellungen oder Polypen)

Prognose:
Die meisten Augenprobleme lassen sich bei früher Behandlung gut in den Griff bekommen. Bei chronischen Erkrankungen (wie bei Brachycephalen) ist ggf. eine dauerhafte Pflege notwendig.

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So kannst du tränenden Augen vorbeugen

Regelmäßige Kontrolle
Überprüfe regelmäßig die Augen auf Rötung, Sekret oder Reizungen – besonders bei Freigängern oder Kurznasenrassen.

Stress & Infekte vermeiden
Ein starkes Immunsystem schützt vor Infekten. Halte deine Katze stressfrei, füttere hochwertig und sorge für Impf- und Parasitenprophylaxe.

Augenhygiene
Leichten Tränenfluss kannst du mit einem weichen, feuchten Tuch vorsichtig entfernen – immer von außen nach innen wischen. Verwende keine Hausmittel ohne tierärztliche Rücksprache.


Fazit: Tränende Augen sind ein Warnsignal

Gelegentliches Tränen ist meist harmlos. Doch wenn das Sekret dick, eitrig oder dauerhaft ist, solltest du nicht zögern. Viele Ursachen – von Infekten bis zu Allergien oder Verletzungen – lassen sich gut behandeln, wenn du früh handelst. Beobachte deine Katze aufmerksam und hole dir frühzeitig Hilfe.

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