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Katze schüttelt den Kopf: Mögliche Ursachen und wann es gefährlich wird
KatzeZittern

Katze schüttelt den Kopf: Mögliche Ursachen und wann es gefährlich wird

Petla Experte

Petla Experte

5. August 20254 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Wenn Deine Katze häufig den Kopf schüttelt, kann das ein Zeichen für Juckreiz, Schmerzen oder eine ernsthafte Erkrankung sein. Von harmlosen Reaktionen bis zu Infektionen oder neurologischen Störungen – dieser Ratgeber zeigt Dir, worauf Du achten solltest und wann ein Besuch beim Tierarzt notwendig ist. Hier erfährst Du, welche Ursachen das Kopfschütteln haben kann, wie es sich von Kopfzittern unterscheidet und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Häufiges Kopfschütteln deutet oft auf Ohrprobleme wie Infektionen, Milben oder Allergien hin
  • Auch Fremdkörper, Insektenstiche oder Polypen können eine Rolle spielen
  • Neurologische Erkrankungen äußern sich oft nicht nur durch Kopfschütteln, sondern auch durch Zittern oder Gleichgewichtsstörungen
  • Die genaue Ursache kann nur vom Tierarzt festgestellt werden
  • Nicht eigenständig behandeln – viele Mittel sind bei beschädigtem Trommelfell gefährlich

Warum schütteln Katzen den Kopf?

Katzen schütteln den Kopf meist als Reaktion auf Juckreiz oder Schmerzen im Ohr. Das Verhalten kann gelegentlich oder dauerhaft auftreten und wird oft von Kratzen an den Ohren begleitet. Mögliche Ursachen sind:


Häufige Auslöser für Kopfschütteln

Ohrenentzündung
Die häufigste Ursache bei Katzen. Entzündungen entstehen durch Bakterien oder Hefepilze und verursachen Rötungen, Schmerzen und Juckreiz. Oft zeigen sich auch Ausfluss oder unangenehmer Geruch im Ohr.

Ohrmilben
Ohrmilben sind winzige Parasiten, die sich in den Gehörgängen einnisten. Besonders bei Jungtieren oder Freigängerkatzen kommen sie vor. Typisch ist ein dunkler, krümeliger Belag im Ohr und starkes Kratzen oder Schütteln.

Allergien
Katzen können auf Umweltreize, Futter oder Insekten (v. a. Flohbisse) allergisch reagieren. Dabei juckt oft der Kopf- und Halsbereich. Kopfschütteln ist eine häufige Begleitreaktion.

Polypen
Entzündliche Wucherungen (Polypen) entstehen meist im Mittelohr oder Nasen-Rachen-Raum. Sie sind gutartig, verursachen aber Reizungen. Begleitsymptome können sein:

  • Niesen
  • Kopfschiefhaltung
  • Hängendes Augenlid
  • Unkontrollierte Augenbewegungen
  • Atemgeräusche
  • Nasen- oder Augenausfluss

Insektenstiche
Katzen, die draußen unterwegs sind, können an Kopf oder Ohren gestochen werden. Es kann zu Schwellung, Juckreiz oder Nesselausschlag kommen. In seltenen Fällen entsteht eine allergische Schockreaktion – ein medizinischer Notfall.

Fremdkörper im Ohr
Freigänger können bei der Erkundung der Umgebung z. B. Samen, Gras oder Dreck ins Ohr bekommen. Diese Fremdkörper reizen das Ohr und führen zu Kratzen oder Kopfschütteln.

Ohrhämatom (Blutohr)
Entsteht nicht als Ursache, sondern als Folge von starkem Kopfschütteln. Kleine Blutgefäße im Ohr platzen, und das Ohrläppchen füllt sich mit Blut – es wirkt geschwollen und weich wie ein Kissen.


Warnung: Nicht selbst behandeln

Verzichte auf freiverkäufliche Ohrentropfen. Bei beschädigtem Trommelfell können bestimmte Wirkstoffe zu Gehörschäden führen. Lass Deine Katze immer erst vom Tierarzt untersuchen, bevor Medikamente eingesetzt werden.


Kopfschütteln vs. Kopfzittern

Nicht zu verwechseln:
Kopfschütteln ist eine bewusste Reaktion auf Reizungen.
Kopfzittern ist unkontrolliert und kann einem Krampfanfall ähneln.

Mögliche Ursachen für Kopfzittern:

  • Zahnprobleme
  • Feline infektiöse Peritonitis (FIP)
  • Gehirntumore
  • Devon-Rex-Myopathie (erblich bedingte Muskelschwäche)
  • Weitere neurologische Erkrankungen

Wenn Deine Katze Kopfzittern zeigt, ist ein sofortiger Tierarztbesuch erforderlich.


Was tun, wenn Deine Katze den Kopf schüttelt?

Suche tierärztliche Hilfe, wenn:

  • das Kopfschütteln über mehr als 1–2 Tage anhält
  • Begleitsymptome wie Ausfluss, Kratzen oder Gleichgewichtsstörungen auftreten

Der Tierarzt wird:

  • das Ohr mit einem Otoskop untersuchen (auch das Trommelfell)
  • Abstriche aus dem Ohr entnehmen und mikroskopisch analysieren (z. B. auf Milben, Bakterien oder Hefen)

Bei leichteren Fällen ohne Rötung oder Schmerzempfinden kannst Du ggf. vorsichtig die Ohren reinigen:

  • Nur mit einem vom Tierarzt empfohlenen Reiniger
  • Keine Flüssigkeiten direkt ins Ohr geben ohne tierärztlichen Rat
  • Mit angefeuchteter Gaze oder Watte von außen reinigen – keine Wattestäbchen verwenden

Behandlung und Vorbeugung

Je nach Diagnose können folgende Maßnahmen erforderlich sein:

  • Ohrenentzündung: Reinigung + antibiotische oder antimykotische Ohrentropfen (meist über 5–10 Tage)
  • Ohrmilben: Spot-on-Präparate, Injektionen oder orale Medikamente
  • Polypen: Chirurgische Entfernung
  • Insektenstich: Antihistaminika oder Kortison zur Entzündungshemmung
  • Allergien: Medikamentöse Behandlung und ggf. Allergietests
  • Fremdkörper: Entfernung durch den Tierarzt, ggf. unter Narkose

Vorbeugung:

  • Regelmäßige Ohrenkontrolle, besonders bei Freigängern
  • Routinetermine beim Tierarzt einhalten
  • Kein Fremdkörperkontakt im Ohr
  • Kein eigenständiges Hantieren mit Wattestäbchen oder Tropfen

Fazit: Kopf schütteln nicht auf die leichte Schulter nehmen

Kopfschütteln bei Katzen ist häufig ein Hinweis auf ein Problem im Ohr – meist behandelbar, aber nicht harmlos. Eine rechtzeitige Diagnose verhindert Komplikationen und Folgeerkrankungen. Lass Deine Katze vom Tierarzt untersuchen, wenn das Verhalten länger anhält oder weitere Symptome hinzukommen.

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