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Blut im Urin bei Katzen (Hämaturie): Ursachen, Behandlung und Vorbeugung
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Blut im Urin bei Katzen (Hämaturie): Ursachen, Behandlung und Vorbeugung

Petla Experte

Petla Experte

5. August 20256 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Blut im Urin deiner Katze zu entdecken, kann erschreckend sein – vor allem, wenn die Ursache unklar ist. Leuchtend rotes Blut, eine rosa Färbung oder braune Verfärbungen im Urin können auf verschiedene Probleme hindeuten, von bakteriellen Infektionen bis hin zu stressbedingten Entzündungen. Entscheidend ist, die genaue Ursache zu ermitteln, um die richtige Behandlung einzuleiten. In diesem Ratgeber erfährst du, woran du Blut im Katzenurin erkennst, welche Ursachen infrage kommen und wie du im Ernstfall richtig reagierst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hämaturie bedeutet Blut im Urin und kann viele Ursachen haben – von harmlosen Reizungen bis zu lebensbedrohlichen Erkrankungen.
  • Bei sichtbarem Blut im Urin oder begleitenden Symptomen sollte die Katze umgehend dem Tierarzt vorgestellt werden.
  • Die häufigste Ursache ist die idiopathische Blasenentzündung (FIC), insbesondere bei gestressten Wohnungskatzen.
  • Vorbeugung basiert auf Stressreduktion, gesunder Ernährung und tierärztlicher Betreuung.

Wie sieht Blut im Katzenurin aus?

Gesunder Katzenurin ist hellgelb und riecht leicht nach Ammoniak. Dunkelgelber und stärker riechender Urin kann bei Flüssigkeitsmangel oder nach längerer Ruhezeit auftreten und ist meist unbedenklich.

Auffällig sind folgende Veränderungen:

  • Leuchtend rotes Blut
  • Rosa oder orangefarbene Verfärbungen
  • Braune Färbung
  • Schaumbildung oder Blutklümpchen

Solche Anzeichen solltest du immer tierärztlich abklären lassen. Oft zeigen Katzen keine weiteren Symptome, weshalb es wichtig ist, das Verhalten in der Katzentoilette regelmäßig zu beobachten.

Begleitende Anzeichen können sein:

  • Pressen beim Urinieren
  • Häufige Toilettenbesuche
  • Erbrechen
  • Appetitveränderung
  • Erhöhter Durst
  • Teilnahmslosigkeit

Was tun, wenn deine Katze Blut im Urin hat?

Wenn du Blut im Urin oder eines der oben genannten Symptome bemerkst, kontaktiere umgehend deine Tierarztpraxis.

Bei Katern gilt besondere Vorsicht: Häufiges Aufsuchen der Toilette, Pressen beim Wasserlassen bei gleichzeitig ausbleibendem Harnabsatz oder ständiges Belecken des Genitalbereichs können Anzeichen eines Harnröhrenverschlusses sein – ein akuter Notfall, der unbehandelt tödlich enden kann.

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Mögliche Ursachen für Blut im Urin bei Katzen

Obere Harnwege (Nieren, Harnleiter)

  • Zystennieren oder Nierendysplasie: Angeborene Fehlbildungen, die zu Funktionsstörungen führen
  • Nierensteine
  • Verletzungen oder Entzündungen
  • Tumore: Besonders Nierenlymphome sind bei Katzen häufig
  • Infektionen: Bakterien können eine Nierenbeckenentzündung verursachen. Auch Viren wie das feline Leukämievirus können beteiligt sein
  • Chronische Nierenerkrankung
  • Idiopathische Ursachen: Entzündungen ohne erkennbare Auslöser wie Infektionen oder Tumoren

Untere Harnwege (Blase, Harnröhre, bei männlichen Tieren auch Prostata und Penis, bei weiblichen Tieren die Vulva)

  • Traumatische Verletzungen
  • Tumore
  • Harnsteine
  • Blasenpolypen
  • Bakterielle Infektionen
  • Feline idiopathische Zystitis (FIC)
  • Angeborene Fehlbildungen (selten)

Weitere mögliche Auslöser:

  • Chemotherapie: Bestimmte Medikamente verursachen sterile Blasenentzündungen
  • Läufigkeit: Bei nicht kastrierten weiblichen Katzen kann während der Rolligkeit Blut im Urin erscheinen – meist harmlos
  • Blutgerinnungsstörungen: Durch Vergiftungen (z. B. Rattengift), Autoimmunerkrankungen oder genetische Defekte
  • Vaskulitis: Entzündlich bedingte Gefäßveränderungen können Blutungen verursachen

Wie wird die Ursache diagnostiziert?

Anamnese und klinische Untersuchung

Deine Tierärztin oder dein Tierarzt wird dich zu Symptomen, Vorerkrankungen und Fütterung befragen. Auch Nahrungsergänzungsmittel oder bestimmte Futtersorten können die Urindiagnostik beeinflussen.

Untersuchungsmethoden

  • Blutuntersuchung und Urinuntersuchung sind meist die ersten Schritte
  • Röntgen und Ultraschall helfen, Harnsteine oder strukturelle Auffälligkeiten zu erkennen
  • Zystoskopie: Eine Kamera wird in die Harnröhre und Blase eingeführt, um die Schleimhaut zu beurteilen. Bei verdächtigen Veränderungen kann eine Biopsie erfolgen

Behandlung bei Blut im Katzenurin

Die Behandlung hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab:

Harnröhrenverschluss (v. a. bei Katern)
Muss unter Sedierung gelöst werden. Es folgt meist ein stationärer Aufenthalt zur Beobachtung und Schmerztherapie.

Harnsteine
Können teils durch Spezialdiäten aufgelöst, teils nur chirurgisch entfernt werden. Auch nach der OP bleibt die Katze ein bis zwei Tage zur Überwachung in der Klinik.

Harnwegsinfektionen
Werden mit Antibiotika behandelt, deren Auswahl sich idealerweise an einer Urinkultur orientiert. Eine stationäre Aufnahme ist oft nicht nötig.

Niereninfektion (Pyelonephritis)
Erfordert Infusionen und Antibiotika über mehrere Tage in stationärer Umgebung – besonders bei erhöhten Nierenwerten oder Dehydratation.

Tumorerkrankungen
Je nach Art: Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie.

Chronische Nierenerkrankung
Erfordert dauerhafte Therapie mit Diät, Flüssigkeitszufuhr und ggf. Ergänzungspräparaten.

FIC (Feline idiopathische Zystitis)
Behandlungsschwerpunkte:

  • Stressreduktion
  • Flüssigkeitszufuhr (ggf. Infusionen)
  • Schmerzmittel
  • Krampflösende Medikamente
  • Bei Bedarf auch angstlösende Medikamente

Rückfälle sind häufig. In vielen Fällen sind langfristige Managementstrategien erforderlich, die individuell mit dem Tierarzt abgestimmt werden.


Wie lässt sich Hämaturie bei Katzen vorbeugen?

Die Vorbeugung richtet sich nach der Ursache. Generell können Umwelt- und Fütterungsanpassungen helfen – besonders bei wiederkehrenden Beschwerden.

Stressarme Umgebung schaffen

Für Katzen mit FIC besonders wichtig. Tipps:

  • Rückzugsräume schaffen
  • Eigene Futter- und Wassernäpfe je Tier
  • Pro Katze eine eigene Toilette – plus eine zusätzliche (z. B. 3 Katzen = 4 Klos)
  • Sauberkeit: Toiletten und Schlafplätze regelmäßig reinigen
  • Keine Toiletten in der Nähe lauter Haushaltsgeräte

Spiel und Beschäftigung fördern

Kratzbäume, erhöhte Liegeflächen und Spielzeug helfen, Stress abzubauen und Langeweile zu vermeiden.

Fütterung anpassen

  • Ausgewogene, altersgerechte Ernährung
  • Spezielle Diäten für Harnwegspatienten (nur nach Rücksprache)
  • Nassfutter ist besser als Trockenfutter – wegen des höheren Flüssigkeitsgehalts

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