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Warum erbricht meine Katze? Häufige Ursachen & wann du zum Tierarzt solltest
KatzeErbrechen

Warum erbricht meine Katze? Häufige Ursachen & wann du zum Tierarzt solltest

Petla Experte

Petla Experte

31. Juli 20255 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Dieses Geräusch … der gekrümmte Rücken … das unangenehme Malheur auf dem Teppich. Wenn Katzen erbrechen, ist das für viele Halter ein Schreckmoment – besonders, wenn es häufiger passiert. Während ein gelegentlicher Haarballen noch harmlos ist, können häufiges oder starkes Erbrechen auf ernstere Ursachen hindeuten. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Arten von Erbrechen es bei Katzen gibt, was typische Auslöser sind und wann ein Besuch beim Tierarzt notwendig ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gelegentliches Erbrechen (z. B. Haarballen) ist meist harmlos
  • Häufiges, blutiges oder anhaltendes Erbrechen ist ein Warnzeichen
  • Ursachen reichen von harmlosen Auslösern wie Futterumstellung bis hin zu Erkrankungen
  • Symptome wie Apathie, Fieber oder Blut im Erbrochenen erfordern sofortige tierärztliche Hilfe
  • Bei Unsicherheit: Symptome dokumentieren, Ernährung beobachten, tierärztlichen Rat einholen

Was sind die häufigsten Ursachen für Erbrechen bei Katzen?

1. Haarballen (Trichobezoare)
Katzen verschlucken beim Putzen viele Haare. Meist werden diese mit dem Kot ausgeschieden. Manchmal sammeln sie sich aber im Magen und bilden zylindrische Haarballen.

Wie es aussieht:
Würstchenförmiger Haarklumpen mit Speichel, Schleim oder Galle – begleitet von Würgen, Husten oder Röcheln.

Was hilft:
Regelmäßiges Bürsten, Spezialfutter, Malzpaste oder Leckerlis gegen Haarballen. Wenn Haarballen häufiger als 1–2 Mal pro Woche auftreten oder die Katze gestresst wirkt: Ursachen wie Überpflege oder Hautprobleme abklären lassen.

2. Futterunverträglichkeit oder zu schnelles Fressen
Hastiges Fressen, verdorbenes Futter oder abrupter Futterwechsel führen oft zu Magenproblemen.

Wie es aussieht:
Unverdaute oder halbverdaute Futterreste kurz nach der Mahlzeit – meist ein einmaliger Vorfall.

Was hilft:
Kleinere Futterportionen, Anti-Schling-Näpfe, langsame Umstellung bei Futterwechseln. Bei wiederholtem Erbrechen trotz gesundem Verhalten kann eine Magenreizung vorliegen.

3. Futterallergien oder -sensitivitäten
Reaktionen auf bestimmte Eiweiße (z. B. Rind, Fisch, Geflügel, Getreide) sind nicht selten.

Wie es aussieht:
Wiederkehrendes Erbrechen (oft Stunden nach dem Fressen), manchmal mit Durchfall, Juckreiz oder Ohrenentzündungen kombiniert.

Was hilft:
Tierärztlich begleitete Ausschlussdiät (z. B. mit hypoallergenem Futter). Allergien sollten nicht allein behandelt werden – die Diagnose ist komplex.

4. Toxine oder Fremdkörper
Katzen kauen gern an Pflanzen, Medikamenten, Reinigern oder Spielzeugen – das kann gefährlich werden.

Wie es aussieht:
Plötzliches Erbrechen, oft zusammen mit Lethargie, Speichelfluss, Durchfall oder auffälligem Verhalten. Blut im Erbrochenen ist möglich.

Was hilft:
Sofortige Vorstellung in einer Tierklinik! Besonders bei Verdacht auf Lilien, Frostschutzmittel, Medikamente oder verschluckte Gegenstände zählt jede Minute.

5. Parasiten
Würmer wie Spulwürmer oder Bandwürmer sowie Einzeller wie Giardien können den Verdauungstrakt reizen.

Wie es aussieht:
Erbrechen mit Durchfall, Blähbauch, Gewichtsverlust. Mitunter sichtbare Wurmteile im Kot oder Erbrochenem.

Was hilft:
Kotprobe beim Tierarzt einreichen. Eine gezielte Entwurmung oder antiparasitäre Behandlung ist meist schnell wirksam.

6. Erkrankungen der Organe
Chronisches oder wiederholtes Erbrechen kann auf folgende Erkrankungen hindeuten:

  • IBD (chronische Darmentzündung)
  • Nierenerkrankung (v. a. bei älteren Katzen)
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Diabetes (v. a. bei Ketoazidose)
  • Lebererkrankungen
  • Pankreatitis
  • Krebs

Wie es aussieht:
Regelmäßiges Erbrechen, oft begleitet von Gewichtsverlust, Appetitveränderung, erhöhter Trinkmenge oder stumpfem Fell.

Was hilft:
Frühzeitige tierärztliche Diagnostik mit Blutuntersuchung, Ultraschall oder Röntgen. Je früher behandelt wird, desto besser.

👉 Mit Petla findest du in wenigen Klicks eine passende Tierarztpraxis in deiner Nähe – ideal, wenn du dir bei solchen Symptomen unsicher bist.


Wann reicht Beobachtung – und wann muss ich sofort zum Tierarzt?

Du kannst abwarten und beobachten, wenn:

  • Deine Katze 1–2 Mal erbricht, sonst aber munter und normal frisst
  • Ein Haarballen erbrochen wurde
  • Du weißt, dass sie z. B. Gras gefressen hat
  • Du begleitend eine leicht verdauliche Diät gibst und es besser wird
  • Ihr Verhalten unauffällig bleibt

Sofort zum Tierarzt solltest du, wenn:

  • Deine Katze mehrfach innerhalb kurzer Zeit erbricht
  • Das Erbrechen über mehr als 24 Stunden anhält
  • Blut im Erbrochenen sichtbar ist (rot oder kaffeefarbig)
  • Du eine Vergiftung oder Fremdkörper vermutest
  • Dein Tier stark apathisch ist oder sich nicht mehr aufrichten kann
  • Der Bauch schmerzhaft, hart oder aufgebläht wirkt
  • Deine Katze kein Wasser bei sich behalten kann
  • Eine bekannte Grunderkrankung wie Niereninsuffizienz vorliegt und das Erbrechen neu ist
  • Es sich um ein Kitten oder eine alte Katze handelt – hier droht schneller Flüssigkeitsverlust

Was du tun kannst, um Erbrechen bei Katzen zu vermeiden

Pflege & Fütterung

  • Bürste deine Katze regelmäßig – besonders bei Langhaarkatzen
  • Verwende Anti-Schling-Näpfe oder verteile kleine Portionen
  • Stelle Futter langsam um (über 5–7 Tage)
  • Achte auf hochwertiges, gut verträgliches Futter

Sicherheit zu Hause

  • Giftige Pflanzen (z. B. Lilien, Weihnachtssterne) entfernen
  • Medikamente, Putzmittel und Kleinteile kindersicher verstauen
  • Spielzeug regelmäßig prüfen – keine losen Fäden oder Kleinteile

Gesundheitsvorsorge

  • Regelmäßige Entwurmung nach Absprache mit dem Tierarzt
  • Jährliche Vorsorgeuntersuchung – besonders bei älteren Katzen
  • Auffälligkeiten im Verhalten oder beim Fressen dokumentieren

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