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Katze erbricht weißen Schaum: Ursachen und wann ein Tierarztbesuch nötig ist
ErbrechenKatze

Katze erbricht weißen Schaum: Ursachen und wann ein Tierarztbesuch nötig ist

Petla Experte

Petla Experte

5. August 20253 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Gelegentliches Erbrechen bei Katzen ist nichts Ungewöhnliches – etwa bei Haarballen oder zu hastigem Fressen. Wenn Deine Katze jedoch weißen Schaum erbricht, kann das ein Hinweis auf eine gereizte oder leere Magenschleimhaut sein. In diesem Ratgeber erfährst Du, welche Ursachen infrage kommen, wie Du Deiner Katze helfen kannst und wann Du einen Tierarzt aufsuchen solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Weißer Schaum wird oft auf nüchternen Magen erbrochen, kann aber auch andere Ursachen haben
  • Typische Auslöser sind: Haarballen, Magenreizung, Parasiten, chronische Erkrankungen oder Futterunverträglichkeiten
  • Einmaliges Erbrechen ist meist unbedenklich – bei wiederholtem oder begleitendem Erbrechen ist tierärztliche Abklärung nötig
  • Vorbeugung durch regelmäßige Fütterung, Fellpflege und Beobachtung des Allgemeinzustands
  • Viele Ursachen lassen sich behandeln oder managen, besonders bei früher Diagnose

Warum erbricht meine Katze weißen Schaum?

Mögliche Ursachen im Überblick:

Verdauungsstörungen (Indigestion)
Wird eine Mahlzeit ausgelassen oder Deine Katze nicht regelmäßig gefüttert, kann sich Magensäure im leeren Magen ansammeln und die Schleimhaut reizen. Das Ergebnis: weißer oder gelber Schaum. In solchen Fällen empfiehlt der Tierarzt oft mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag.

Haarballen
Katzen verschlucken beim Putzen Haare, die nicht immer über den Kot ausgeschieden werden. Lagert sich zu viel Fell im Magen an, wird es durch Erbrechen – häufig zunächst mit weißem Schaum – ausgeschieden. Regelmäßiges Bürsten hilft vorbeugend.

Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
Kommt vor, wenn Deine Katze etwas Unverträgliches oder Reizendes frisst (z. B. Pflanzen, Müll, verdorbenes Futter). Symptome: weißer Schaum, evtl. Blut oder Galle, Appetitverlust, Mattigkeit und Austrocknung.

Reizdarmsyndrom (IBS)
Eine der häufigsten Ursachen für chronisches Erbrechen bei Katzen. Begleitet von Durchfall, wechselndem Appetit oder Gewichtsverlust. Zur Diagnose sind Laboruntersuchungen nötig.


Weitere Erkrankungen als Ursache

Diabetes
Erkennbar durch vermehrtes Trinken und Urinieren, Gewichtsverlust, Erbrechen, Austrocknung. Kann bei rechtzeitiger Diagnose durch Insulin oder Diät gut eingestellt werden.

Pankreatitis
Akute oder chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Typische Symptome: Erbrechen, Apathie, Appetitverlust, Austrocknung, Gelbsucht, Bauchschmerzen. Behandlung mit Infusionen und Schmerzmitteln notwendig.

Leberinsuffizienz
Lebererkrankungen äußern sich oft unspezifisch: Erbrechen, Appetitmangel, Gelbsucht, Gewichtsverlust. Zwar nicht heilbar, aber gut behandelbar, wenn früh erkannt.

Niereninsuffizienz
Gerade bei älteren Katzen häufig. Symptome: vermehrtes Trinken, Veränderungen beim Harnabsatz, stumpfes Fell, Schwäche, Erbrechen. Regelmäßige Blut- und Urinwerte sind zur Kontrolle wichtig.

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
Auch bei älteren Katzen verbreitet. Neben Erbrechen zeigen sich Gewichtsverlust trotz Heißhunger, Durchfall, Unruhe und übermäßiges Miauen. Behandelt wird mit Medikamenten oder Radiojodtherapie.

Parasiten
Würmer können besonders bei Jungtieren Erbrechen und Durchfall auslösen. Eine regelmäßige Entwurmung und Kotuntersuchung ist wichtig.


Wann zum Tierarzt?

Einmaliges Erbrechen ohne weitere Symptome ist oft harmlos. Doch bei folgenden Anzeichen solltest Du nicht zögern:

  • Deine Katze erbricht mehrfach täglich oder über mehrere Tage hinweg
  • Appetitlosigkeit
  • Durchfall
  • Apathie oder Rückzug
  • Dehydration (z. B. stehende Hautfalte)
  • Blut im Erbrochenen

Erbrechen ist zwar häufig bei Katzen – aber nicht „normal“. Lass Deine Katze untersuchen, um die Ursache frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

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Behandlung & Vorbeugung

Behandlung richtet sich immer nach der Ursache:

  • Haarballen: spezielle Futterergänzungen oder Malzpaste, regelmäßiges Bürsten
  • Indigestion: kleinere, häufigere Mahlzeiten
  • Gastritis: Schonkost, Magenschutz, evtl. Infusionstherapie
  • Chronische Erkrankungen: z. B. Insulin bei Diabetes, unterstützende Nierentherapie, Schilddrüsenmedikamente
  • Parasiten: gezielte Entwurmung nach Kotuntersuchung

Vorbeugung:

  • Regelmäßige Fütterungszeiten
  • Hochwertiges, gut verträgliches Futter
  • Pflege des Fells, besonders bei Langhaarkatzen
  • Tierärztliche Routinechecks (v. a. bei Senioren)
  • Keine Zugangsmöglichkeiten zu Pflanzen, Müll oder Fäden

Fazit: Weißer Schaum beim Erbrechen ist ein Warnzeichen

Wenn Deine Katze weißen Schaum erbricht, ist das oft ein Zeichen für einen gereizten Magen – aber auch für ernsthafte Erkrankungen. Besonders wenn das Erbrechen häufiger auftritt oder von weiteren Symptomen begleitet wird, sollte die Ursache professionell abgeklärt werden. Mit der richtigen Diagnose und Behandlung können viele Katzen schnell wieder gesund werden.

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