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Katze riecht fischig oder rutscht auf dem Po? Ursachen & Hilfe
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Katze riecht fischig oder rutscht auf dem Po? Ursachen & Hilfe

Petla Experte

Petla Experte

31. Juli 20256 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Hast du schon einmal bemerkt, dass deine Katze plötzlich unangenehm riecht – vor allem, wenn sie sich oft am Hinterteil leckt oder unruhig wirkt? Die Ursache könnte in ihren Analdrüsen liegen. Auch wenn das Thema nicht gerade appetitlich klingt, ist es wichtig, darüber Bescheid zu wissen. Denn verstopfte oder entzündete Analdrüsen sind nicht nur unangenehm für deine Katze – sie können auch zu ernsten Gesundheitsproblemen führen. In diesem Ratgeber erfährst du, was es mit den Analdrüsen auf sich hat, wie du Probleme erkennst und wie du deiner Katze helfen kannst, schmerzfrei und geruchsfrei zu bleiben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Analdrüsen (Analbeutel) produzieren ein stark riechendes Sekret zur Reviermarkierung
  • In gesunden Fällen entleeren sie sich beim Stuhlgang von selbst
  • Mögliche Probleme: Verstopfung, Entzündung, Abszess oder Überproduktion
  • Typische Symptome: übler Geruch, Lecken, Schlittenfahren, Verhaltensveränderung
  • Ursachen sind z. B. Übergewicht, falsche Ernährung, Stress oder Durchfall
  • Behandlung erfolgt meist durch Tierärzte – keinesfalls selbst ausdrücken
  • Vorbeugung durch ballaststoffreiche Ernährung, Bewegung und Stressvermeidung

Was sind Analdrüsen – und warum riechen sie so unangenehm?

Anatomie und Funktion der Analdrüsen

Die Analdrüsen (auch Analbeutel genannt) sind zwei kleine, erbsengroße Drüsen, die sich seitlich des Afters befinden – etwa auf 4- und 8-Uhr-Position. Sie produzieren ein stark riechendes, öliges Sekret, das Katzen beim Stuhlgang oder durch gezieltes Anspannen abgeben. Dieses Sekret dient zur Reviermarkierung und Kommunikation mit Artgenossen.

Was passiert bei Problemen?

Normalerweise entleeren sich die Drüsen automatisch beim Kotabsatz. Wenn das jedoch nicht funktioniert, kann es zu verschiedenen Problemen kommen:

  • Verstopfung (Impaktion): Das Sekret staut sich, weil es nicht ausgeleert wird
  • Infektion: Eindringende Bakterien führen zu Entzündung, Rötung und Schmerz
  • Abszess: Bei fortschreitender Infektion bildet sich eine Eiteransammlung, die platzen kann
  • Überproduktion: Besonders bei Stress oder Angst kann es zu vermehrtem Sekret kommen

Das Ergebnis ist häufig ein intensiver, fischartiger Geruch – manchmal auch unabhängig von der Fellpflege oder Sauberkeit der Katze.

Woran du erkennst, dass deine Katze Analdrüsenprobleme hat

Typische Anzeichen

Katzen sind Meister darin, Schmerzen zu verbergen – aber einige Hinweise sind dennoch eindeutig:

  • Schlittenfahren: Die Katze rutscht mit dem Hinterteil über den Boden
  • Übermäßiges Lecken: Besonders häufiges Putzen unterhalb des Schwanzes
  • Rötung oder Schwellung: Sichtbare Reizung rund um den After
  • Fischiger Geruch: Der Geruch bleibt oft auch nach dem Putzen bestehen
  • Verhaltensänderung: Rückzug, Unruhe, Gereiztheit oder Meideverhalten gegenüber dem Katzenklo

Warum Ignorieren gefährlich ist

Unbehandelte Analdrüsenprobleme können sich verschlimmern – bis hin zu geplatzten Abszessen oder chronischen Schmerzen. Deshalb sollte bei ersten Anzeichen unbedingt tierärztlich abgeklärt werden, ob ein Eingriff notwendig ist.

👉 Mit Petla findest du schnell und unkompliziert eine Tierarztpraxis in deiner Nähe, die bei Analdrüsenproblemen kompetent weiterhilft.


Was sind die Ursachen – und wie lassen sich Probleme vermeiden?

Typische Auslöser von Analdrüsenbeschwerden

Es gibt mehrere Faktoren, die die Entstehung von Problemen begünstigen:

  • Falsche Ernährung: Ein zu weicher Stuhl (z. B. durch zu wenig Ballaststoffe) übt keinen Druck auf die Drüsen aus
  • Übergewicht: Bei übergewichtigen Katzen funktionieren viele körperliche Prozesse weniger effektiv – auch die Entleerung der Drüsen
  • Dauerstress: Angst oder Nervosität führen zu vermehrter Sekretproduktion
  • Chronischer Durchfall: Häufige weiche Stühle verhindern die natürliche Entleerung
  • Genetische Veranlagung: Manche Katzen haben anatomisch engere Drüsenausgänge und sind anfälliger

Vorbeugen durch Alltag und Ernährung

Zur Vorbeugung helfen folgende Maßnahmen:

  • Hochwertiges Futter mit ausreichend Ballaststoffen
  • Gewichtskontrolle durch tägliche Bewegung
  • Regelmäßige Beobachtung der Kotbeschaffenheit
  • Vermeidung von Stressfaktoren (z. B. Lärm, Reizüberflutung, Veränderungen)
  • Regelmäßige Tierarztbesuche zur Kontrolle – besonders bei chronisch empfindlichen Katzen

Was tun bei Verdacht? Diagnose und Behandlung beim Tierarzt

So läuft die Behandlung ab

Wenn du eines der genannten Anzeichen beobachtest, sollte deine Katze tierärztlich untersucht werden. Folgende Behandlungsmöglichkeiten gibt es:

  • Manuelle Entleerung: Der Tierarzt drückt die Drüsen vorsichtig aus
  • Antibiotika: Bei bakteriellen Entzündungen
  • Abszessbehandlung: Bei eitrigen Entzündungen muss der Abszess geöffnet und gereinigt werden
  • Futterumstellung: Ballaststoffreiches Futter zur Unterstützung der Darmtätigkeit
  • Chirurgischer Eingriff: In seltenen Fällen, bei chronischen Beschwerden, kann eine Entfernung der Drüsen notwendig sein

Wichtig: Bitte niemals versuchen, die Analdrüsen selbst auszudrücken – das kann für deine Katze äußerst schmerzhaft sein und im schlimmsten Fall Verletzungen verursachen. Ohne medizinische Schulung ist das Risiko größer als der Nutzen.


Häufige Fragen (FAQ)

Kann jede Katze Analdrüsenprobleme bekommen?
Ja, grundsätzlich kann jede Katze betroffen sein – häufiger sind aber übergewichtige Tiere oder solche mit empfindlichem Verdauungssystem.

Müssen Analdrüsen regelmäßig entleert werden?
Nein – bei den meisten Katzen ist das nicht nötig. Nur bei wiederkehrenden Problemen kann der Tierarzt regelmäßige Kontrollen oder Entleerungen empfehlen.

Ist Schlittenfahren immer ein Zeichen für verstopfte Analdrüsen?
Nicht zwingend. Auch Parasiten, Juckreiz oder Allergien können dieses Verhalten auslösen. Eine genaue Diagnose liefert nur die tierärztliche Untersuchung.

Kann ich die Drüsen selbst ausdrücken?
Davon ist dringend abzuraten, sofern du keine medizinische Anleitung vom Tierarzt erhalten hast. Falsche Handgriffe können Schmerzen oder Entzündungen verursachen.

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