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Warum humpelt mein Hund? Ursachen, Symptome und was du tun kannst
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Warum humpelt mein Hund? Ursachen, Symptome und was du tun kannst

Petla Experte

Petla Experte

7. August 20254 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Wenn dein Hund plötzlich humpelt oder eines seiner Beine schont, ist das erst mal beunruhigend. Hunde können uns nicht direkt sagen, was passiert ist oder wie stark die Schmerzen sind – umso wichtiger ist es, genau hinzuschauen. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Ursachen hinter dem Humpeln stecken können, wann du zum Tierarzt solltest und wie du deinem Hund helfen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Humpeln kann viele Ursachen haben – von harmlosen Reizungen bis zu ernsthaften Verletzungen
  • Zu den häufigsten Gründen gehören Kreuzbandrisse, Patellaluxationen und Gelenküberlastungen
  • Wenn dein Hund länger als 24 Stunden lahmt, solltest du tierärztlichen Rat einholen
  • Erste Hilfe zu Hause: Bewegung einschränken, Pfote untersuchen, ggf. kühlen

Häufige Ursachen für Humpeln beim Hund

Kreuzbandriss (CCL-Ruptur)
Ein Riss des vorderen Kreuzbands ist eine der häufigsten Beinverletzungen bei Hunden. Meist entsteht er durch Überlastung beim Rennen oder Springen. Besonders gefährdet sind Rassen wie Deutsche Schäferhunde, Labradore, Golden Retriever, Rottweiler und Neufundländer.

Patellaluxation
Vor allem bei kleinen Hunderassen wie Pomeranians, Chihuahuas und Yorkshire Terriern verrutscht manchmal die Kniescheibe. Das führt dazu, dass sie plötzlich lahmen oder das Bein hochziehen. Bei großen Hunden tritt die Luxation eher nach außen (lateral) auf, bei kleinen nach innen (medial).

Carpale Hyperextension
Diese Überstreckung des Vorderfußwurzelgelenks tritt häufig bei aktiven, großen Hunden auf. Typische Symptome sind eine instabile Vorderpfote, Schwellungen und Lahmheit – vor allem nach hoher Belastung.


Weitere mögliche Ursachen

Fremdkörper in der Pfote
Ein Stein, eine Glasscherbe oder ein Dorn kann schnell zu Schmerzen führen. Untersuche daher die Pfote sorgfältig.

Verletzungen & Traumata
Zerrungen, Prellungen oder Knochenbrüche nach Sprüngen oder Unfällen sind häufige Gründe für plötzliches Humpeln.

Stiche, Bisse oder Infektionen
Insektenstiche, Zecken oder entzündete Wunden können das Gangbild deines Hundes stark verändern.

Gelenkerkrankungen & Altersbeschwerden
Arthrose, Entzündungen oder altersbedingte Degeneration können zu chronischem Humpeln führen.

Weitere Erkrankungen
Dazu zählen u. a. Gefäßerkrankungen, Stoffwechselstörungen oder Infektionen wie Borreliose.


Wann sollte ich mit meinem Hund zum Tierarzt?

Nicht jedes Humpeln ist ein Notfall. Aber es gibt klare Anzeichen, bei denen du ärztliche Hilfe brauchst:

  • Lahmheit dauert länger als 24 Stunden ohne Besserung
  • Dein Hund hat Fieber
  • Die betroffene Stelle ist geschwollen oder fühlt sich heiß an
  • Ein Bein hängt unnatürlich (Verdacht auf Bruch oder Luxation)
  • Dein Hund jault oder winselt beim Auftreten
  • Starke Lahmheit oder völlige Unbeweglichkeit

👉 Mit Petla findest du in wenigen Klicks einen passenden Tierarzt in deiner Nähe – auch bei kurzfristigen Beschwerden.


Erste Hilfe bei einem humpelnden Hund

Ruhe bewahren & Bewegung einschränken
Vermeide jede Form von Belastung. Lass deinen Hund möglichst nur kurz an der Leine nach draußen.

Pfote untersuchen
Schau dir die Ballen und Zehenzwischenräume genau an. Achte auf Schnitte, Blut, Schwellungen oder eingeklemmte Fremdkörper.

Kühlen oder Wärmen
Bei akuten Verletzungen können Kühlpacks helfen, bei Arthrose eher Wärme. Sprich im Zweifel mit dem Tierarzt.

Schmerzen erkennen
Wenn dein Hund aufhört zu fressen, sich zurückzieht oder bei Berührungen aggressiv wird, deutet das auf starke Schmerzen hin.


Diagnose & Behandlung durch den Tierarzt

Dein Tierarzt wird deinen Hund gründlich untersuchen. Dazu gehören:

  • Abtasten des Beins
  • Ganganalyse
  • Röntgenaufnahmen oder Ultraschall
  • Eventuell Blutuntersuchung oder Gelenkpunktion

Anhand der Diagnose wird ein passender Behandlungsplan erstellt – von Schonung und Medikamenten bis hin zu Physiotherapie oder Operation.

Cold Laser Therapie
Bei chronischen Schmerzen oder Weichteilverletzungen kann die Lasertherapie helfen, Schmerzen zu lindern und die Heilung zu fördern. Dabei werden Zellen durch Licht stimuliert – ganz ohne Nebenwirkungen.


Fazit

Humpelt dein Hund, ist das immer ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Manchmal steckt nur eine Kleinigkeit dahinter, manchmal eine ernsthafte Erkrankung. Wichtig ist, schnell zu reagieren und deinen Hund genau zu beobachten. Wenn du dir unsicher bist, ist ein Tierarztbesuch immer der richtige Schritt.

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