
Petla Experte
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.
Typische Symptome eines Wurmbefalls
Viele Hunde zeigen zunächst keine auffälligen Symptome. Je nach Wurmart und Stärke des Befalls können aber folgende Anzeichen auftreten:
Wenn du solche Anzeichen beobachtest, solltest du zeitnah eine Kotprobe beim Tierarzt abgeben.
Spulwürmer (Toxocara canis)
Die häufigsten Würmer bei Hunden. Vor allem Welpen sind betroffen. Die Ansteckung erfolgt oft schon über die Muttermilch oder die Umgebung.
Bandwürmer (z. B. Dipylidium caninum)
Die Übertragung geschieht meist über infizierte Flöhe. Der Bandwurm ist an seinen typischen „Reiskorn-artigen“ Gliedern im Kot oder am After zu erkennen.
Hakenwürmer
Diese Würmer beißen sich an der Darmwand fest und saugen Blut. Besonders bei Welpen kann das zu Blutarmut führen.
Peitschenwürmer
Seltener, aber sehr hartnäckig. Sie siedeln sich im Dickdarm an und führen oft zu schleimigem Durchfall.
Herzwürmer (Dirofilaria immitis)
Diese gefährlichen Würmer werden durch Stechmücken übertragen. Sie nisten sich in Herz und Lunge ein und können ohne Behandlung tödlich sein. In Mitteleuropa sind sie vor allem ein Reiserisiko in südlichen Ländern.
Kotuntersuchung und Bluttest
Der Tierarzt wird eine frische Kotprobe deines Hundes untersuchen. Dabei werden Wurmeier oder Larven unter dem Mikroskop erkannt. Je nach Wurmart kann ein einziger Test nicht ausreichen, da nicht ständig Eier ausgeschieden werden. In manchen Fällen ist eine sogenannte Flotation oder sogar ein PCR-Test nötig.
Bei Verdacht auf Herzwürmer ist ein Bluttest notwendig. Dieser zeigt, ob Antikörper oder Larven im Blut vorhanden sind.
Sichere und effektive Medikamente
Zur Behandlung von Wurmbefall gibt es verschiedene Antiparasitika. Diese können als Tablette, Spot-on oder Injektion verabreicht werden. Viele Mittel wirken gegen mehrere Wurmarten gleichzeitig (Breitband-Anthelminthika).
Bei starkem Befall ist oft eine Wiederholung nach zwei bis drei Wochen notwendig. Denn nicht alle Medikamente wirken gegen Larven oder Eier. Die zweite Gabe tötet dann die neu geschlüpften Würmer.
Besondere Vorsicht gilt bei Herzwürmern. Hier erfolgt die Behandlung in mehreren Phasen. Zunächst wird mit Medikamenten vorbereitet, dann folgen spezielle Injektionen. Wichtig ist: Nach der Behandlung muss dein Hund mehrere Wochen ruhig gehalten werden, da die abgestorbenen Würmer Gefäße verstopfen können.
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Regelmäßige Entwurmung
Die Ständige Impfkommission Vet empfiehlt je nach Risiko eine Entwurmung alle 1 bis 3 Monate. Alternativ kann alle 3 bis 6 Monate eine Kotuntersuchung erfolgen, um unnötige Medikamente zu vermeiden.
Flohschutz
Da viele Bandwürmer über Flöhe übertragen werden, ist ein wirksamer Flohschutz essenziell.
Hygiene und Vorsicht im Freien
Menschenschutz nicht vergessen
Einige Wurmarten sind auch für Menschen gefährlich (Zoonosen). Besonders Kinder, immungeschwächte Personen und ältere Menschen sind gefährdet. Achte deshalb auf Handhygiene und regelmäßige tierärztliche Checks.
Würmer sind bei Hunden weit verbreitet, aber in der Regel gut behandelbar. Wichtig ist, Symptome früh zu erkennen und regelmäßig zu entwurmen. Ein gutes Hygienemanagement und tierärztliche Vorsorge schützen sowohl deinen Hund als auch dich selbst.
Bleib wachsam – so bleibt dein Hund gesund.
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