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Würmer beim Hund: So erkennst und behandelst du sie richtig
HundWurmkur

Würmer beim Hund: So erkennst und behandelst du sie richtig

Petla Experte

Petla Experte

6. August 20254 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Wenn dein Hund plötzlich hustet, Gewicht verliert oder sich ständig am Po leckt, könnten Würmer die Ursache sein. Die meisten Hunde infizieren sich im Laufe ihres Lebens irgendwann mit Parasiten. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du Wurmbefall erkennst, welche Wurmarten es gibt und wie du deinen Hund schützt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wurmbefall kann vielfältige Symptome verursachen, oft im Magen-Darm-Trakt
  • Häufige Wurmarten sind Spulwürmer, Bandwürmer, Hakenwürmer und Herzwürmer
  • Die Diagnose erfolgt meist über eine Kotuntersuchung beim Tierarzt
  • Eine regelmäßige Entwurmung schützt Hund und Halter

Wie erkenne ich Wurmbefall beim Hund?

Typische Symptome eines Wurmbefalls

Viele Hunde zeigen zunächst keine auffälligen Symptome. Je nach Wurmart und Stärke des Befalls können aber folgende Anzeichen auftreten:

  • Durchfall oder Erbrechen
  • Appetitverlust oder Heißhunger
  • Husten
  • Abmagerung trotz normaler Futteraufnahme
  • Juckreiz am After, sogenanntes Schlittenfahren
  • Sichtbare Würmer im Kot oder Erbrochenen
  • Aufgeblähter Bauch, besonders bei Welpen
  • Blut im Stuhl oder Schleimauflagerungen

Wenn du solche Anzeichen beobachtest, solltest du zeitnah eine Kotprobe beim Tierarzt abgeben.


Welche Wurmarten gibt es beim Hund?

Spulwürmer (Toxocara canis)
Die häufigsten Würmer bei Hunden. Vor allem Welpen sind betroffen. Die Ansteckung erfolgt oft schon über die Muttermilch oder die Umgebung.

Bandwürmer (z. B. Dipylidium caninum)
Die Übertragung geschieht meist über infizierte Flöhe. Der Bandwurm ist an seinen typischen „Reiskorn-artigen“ Gliedern im Kot oder am After zu erkennen.

Hakenwürmer
Diese Würmer beißen sich an der Darmwand fest und saugen Blut. Besonders bei Welpen kann das zu Blutarmut führen.

Peitschenwürmer
Seltener, aber sehr hartnäckig. Sie siedeln sich im Dickdarm an und führen oft zu schleimigem Durchfall.

Herzwürmer (Dirofilaria immitis)
Diese gefährlichen Würmer werden durch Stechmücken übertragen. Sie nisten sich in Herz und Lunge ein und können ohne Behandlung tödlich sein. In Mitteleuropa sind sie vor allem ein Reiserisiko in südlichen Ländern.


Wie stellt der Tierarzt Wurmbefall fest?

Kotuntersuchung und Bluttest

Der Tierarzt wird eine frische Kotprobe deines Hundes untersuchen. Dabei werden Wurmeier oder Larven unter dem Mikroskop erkannt. Je nach Wurmart kann ein einziger Test nicht ausreichen, da nicht ständig Eier ausgeschieden werden. In manchen Fällen ist eine sogenannte Flotation oder sogar ein PCR-Test nötig.

Bei Verdacht auf Herzwürmer ist ein Bluttest notwendig. Dieser zeigt, ob Antikörper oder Larven im Blut vorhanden sind.


Behandlung: Wie wird der Hund entwurmt?

Sichere und effektive Medikamente

Zur Behandlung von Wurmbefall gibt es verschiedene Antiparasitika. Diese können als Tablette, Spot-on oder Injektion verabreicht werden. Viele Mittel wirken gegen mehrere Wurmarten gleichzeitig (Breitband-Anthelminthika).

Bei starkem Befall ist oft eine Wiederholung nach zwei bis drei Wochen notwendig. Denn nicht alle Medikamente wirken gegen Larven oder Eier. Die zweite Gabe tötet dann die neu geschlüpften Würmer.

Besondere Vorsicht gilt bei Herzwürmern. Hier erfolgt die Behandlung in mehreren Phasen. Zunächst wird mit Medikamenten vorbereitet, dann folgen spezielle Injektionen. Wichtig ist: Nach der Behandlung muss dein Hund mehrere Wochen ruhig gehalten werden, da die abgestorbenen Würmer Gefäße verstopfen können.

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Vorbeugung: Wie kann ich Wurmbefall verhindern?

Regelmäßige Entwurmung

Die Ständige Impfkommission Vet empfiehlt je nach Risiko eine Entwurmung alle 1 bis 3 Monate. Alternativ kann alle 3 bis 6 Monate eine Kotuntersuchung erfolgen, um unnötige Medikamente zu vermeiden.

Flohschutz
Da viele Bandwürmer über Flöhe übertragen werden, ist ein wirksamer Flohschutz essenziell.

Hygiene und Vorsicht im Freien

  • Kot deines Hundes regelmäßig einsammeln
  • Hund nicht an Aas oder Kot schnüffeln oder fressen lassen
  • Kein rohes Fleisch verfüttern, vor allem kein Wild
  • Kontakt zu fremden Tieren kontrollieren

Menschenschutz nicht vergessen
Einige Wurmarten sind auch für Menschen gefährlich (Zoonosen). Besonders Kinder, immungeschwächte Personen und ältere Menschen sind gefährdet. Achte deshalb auf Handhygiene und regelmäßige tierärztliche Checks.


Fazit: Wurmbefall frühzeitig erkennen und behandeln

Würmer sind bei Hunden weit verbreitet, aber in der Regel gut behandelbar. Wichtig ist, Symptome früh zu erkennen und regelmäßig zu entwurmen. Ein gutes Hygienemanagement und tierärztliche Vorsorge schützen sowohl deinen Hund als auch dich selbst.

Bleib wachsam – so bleibt dein Hund gesund.

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