
Petla Experte
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.
Wie viel Putzen ist noch normal?
Katzen putzen sich oft, bis zu 30–50 % ihrer wachen Zeit verbringen sie mit der Fellpflege. Das hilft, das Fell sauber zu halten, lose Haare und Parasiten zu entfernen und sorgt auch für eine gleichmäßige Verteilung von Hautfetten.
Körperpflege als soziales Verhalten
Katzen, die ein gutes Verhältnis zueinander haben, pflegen sich auch gegenseitig. Besonders Gesicht und Ohren (schwer erreichbare Stellen) werden dabei gegenseitig geputzt.
Woran erkennst du Überputzen?
Wenn du kahle Stellen, Rötungen, Wunden oder Schorf im Fell bemerkst, könnte deine Katze übermäßig putzen. Auch auffällig kurzes, „abgebissenes“ Fell kann ein Zeichen sein. In diesen Fällen solltest du genauer hinschauen – übermäßiges Putzen kann zu Hautinfektionen und verstärktem Haarballen-Erbrechen führen.
Allergien
Dazu gehören:
Parasiten
Flöhe, Milben oder andere Hautparasiten reizen die Haut und führen zu Juckreiz.
Infektionen
Bakterien, Hefepilze oder Hautpilze (z. B. Ringelflechte, die auch für Menschen ansteckend ist) können Hautreizungen auslösen.
Autoimmunerkrankungen
Manche Hauterkrankungen entstehen durch fehlgeleitete Immunreaktionen und führen zu chronischen Entzündungen.
Hautveränderungen
Wunden, Knoten oder sogar Hautkrebs können Schmerzen verursachen – betroffene Stellen werden häufig überputzt.
Innere Erkrankungen
Erkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes oder Harnwegsinfekte können ebenfalls dazu führen, dass sich Katzen auffällig viel putzen.
Schmerzen
Beispielsweise lecken sich Katzen mit Arthrose häufig über schmerzende Gelenke. Auch Schmerzen im Bauchbereich, etwa durch Blasenentzündung, können vermehrtes Putzen auslösen.
Umwelteinflüsse
Freigänger können sich bei der Erkundung draußen schmutzig machen und sich deshalb häufiger putzen. Auch saisonaler Fellwechsel kann ein Grund sein.
Stress oder Langeweile
In vielen Fällen ist psychischer Stress die Ursache. Übermäßiges Putzen ist dann ein selbstberuhigendes Verhalten. Auslöser können unter anderem sein:
Was du selbst beobachten kannst
Beobachte, ob es Veränderungen in deiner Umgebung oder im Verhalten deiner Katze gab. Diese Informationen können deinem Tierarzt helfen, mögliche Auslöser besser einzugrenzen.
Untersuchungen beim Tierarzt
Da hinter übermäßigem Putzen sowohl körperliche als auch psychische Ursachen stecken können, sind oft verschiedene Diagnoseschritte nötig:
Medikamentöse Therapie
Je nach Diagnose können folgende Maßnahmen helfen:
Ergänzende Maßnahmen bei Juckreiz
Bei starker Hautreizung können auch beruhigende Salben oder antiseptische Shampoos helfen, um die Haut zu entlasten und Sekundärinfektionen zu vermeiden.
Pheromone und natürliche Hilfsmittel
Produkte wie Feliway (künstliches Katzenpheromon) können beruhigend wirken. Auch pflanzliche Präparate oder beruhigende Diäten sind möglich – sprich dies aber immer vorher mit deinem Tierarzt ab.
Alltag strukturieren
Katzen lieben Routine. Ein geregelter Tagesablauf mit festen Fütterungszeiten und Spielphasen schafft Sicherheit.
Stressphasen frühzeitig erkennen
Wenn du weißt, dass Veränderungen anstehen (z. B. neue Haustiere, Baby, Umzug), kannst du deine Katze gezielt unterstützen. Frag deinen Tierarzt nach geeigneten Maßnahmen.
Körperliche und geistige Beschäftigung
Regelmäßiges Spielen, Intelligenzspielzeuge oder Kletter- und Beobachtungsmöglichkeiten wie ein Kratzbaum oder ein Fensterplatz beugen Langeweile vor.
Zuwendung und Nähe
Tägliche Interaktion – ob Spielen, Kuscheln oder gemeinsames Entspannen – hilft deiner Katze, sich sicher und geborgen zu fühlen.
Wenn nötig: Medikamente
In schweren Fällen kann eine vorübergehende Gabe von angstlösenden Medikamenten helfen, bis Verhaltensänderungen greifen.
Sobald du ungewöhnliches Putzverhalten oder Hautveränderungen bemerkst, solltest du den Tierarzt kontaktieren – auch wenn du deine Katze nicht beim Putzen erwischst. Viele Katzen überpflegen sich heimlich.
Weitere Warnzeichen:
Mit einer frühzeitigen Abklärung und der passenden Behandlung kann deine Katze bald wieder unbeschwert ihrem Alltag nachgehen – ganz ohne ständiges Lecken.
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Tierarzt finden
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