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Verdächtig weich? Was der Stuhl deiner Katze dir sagen will
KatzeDurchfall

Verdächtig weich? Was der Stuhl deiner Katze dir sagen will

Petla Experte

Petla Experte

6. August 20254 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Durchfall bei Katzen ist ein häufiges, aber nicht immer harmloses Symptom. Gelegentliches, mildes Durchfallgeschehen kann von selbst wieder verschwinden. Doch bei anhaltenden, wiederkehrenden oder schweren Fällen solltest du aufmerksam werden – besonders bei Kitten oder vorerkrankten Tieren. In diesem Ratgeber erfährst du, worauf du achten musst, welche Ursachen infrage kommen und wann ein Tierarztbesuch notwendig ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Durchfall zeigt sich durch wässrigen oder häufigen Stuhlgang, oft mit Begleitsymptomen wie Erbrechen oder Appetitverlust.
  • Mögliche Ursachen reichen von Futterumstellungen über Parasiten bis zu Infektionen oder chronischen Krankheiten.
  • Bei Durchfall über 24 Stunden, Blut im Kot oder begleitenden Symptomen solltest du deine Katze tierärztlich untersuchen lassen.
  • Eine sanfte Futterumstellung, regelmäßige Entwurmung und stressfreier Alltag helfen, Durchfall vorzubeugen.

Woran erkennst du Durchfall bei Katzen?

Typische Symptome von Durchfall

Durchfall bedeutet, dass der Kot deiner Katze zu weich oder wässrig ist – meist begleitet von häufigem Stuhlgang oder größerer Dringlichkeit. Folgende Anzeichen sind typisch:

  • Häufiger Stuhlabsatz oder Unsauberkeit außerhalb der Toilette
  • Pressen oder Unruhe beim Kotabsatz
  • Verfärbter Stuhl (z. B. gelb, grün, schwarz)
  • Schleim oder Blut im Kot
  • Übler Geruch
  • Begleitende Symptome wie Erbrechen, Appetitverlust oder Apathie

Arten von Durchfall

  • Akuter Durchfall: plötzlich auftretend, meist unter 48 Stunden
  • Chronischer Durchfall: über mindestens zwei Wochen hinweg oder wiederkehrend
  • Dünndarm-basiert: größere Mengen, oft mit Gewichtsverlust
  • Dickdarm-basiert: häufiger Absatz kleiner Mengen mit Schleim oder Blut

Je nach Ausprägung und Dauer können diese Hinweise deinem Tierarzt helfen, die Ursache besser einzugrenzen.


Mögliche Ursachen für Durchfall bei Katzen

Harmlose Auslöser

  • Plötzliche Futterumstellung: Eine zu schnelle Umstellung auf neues Futter reizt oft den Darm. Besser: langsam über mehrere Tage mischen.
  • Diätfehler: Tischreste, Müll, verdorbenes Futter oder das Futter eines anderen Haustiers führen schnell zu Durchfall.
  • Stress: Umzüge, neue Haustiere oder andere Veränderungen können sich auf den Darm auswirken.

Futterunverträglichkeiten oder Allergien

Manche Katzen entwickeln Unverträglichkeiten gegen bestimmte Inhaltsstoffe. Die Diagnose erfolgt meist durch Ausschlussdiät – das kann mehrere Wochen dauern und sollte tierärztlich begleitet werden.

Parasiten

Klassische Auslöser, vor allem bei Freigängern oder Jungtieren. Häufige Parasiten sind:

  • Rundwürmer
  • Hakenwürmer
  • Giardien
  • Kokzidien

Ein negatives Kotprofil schließt Parasiten nicht immer sicher aus – manchmal wird eine Entwurmung auf Verdacht durchgeführt.

Infektionen

  • Viren: z. B. Parvovirose, Coronaviren
  • Bakterien: z. B. Salmonellen, Campylobacter
  • Pilze: selten, aber möglich

Infektiöse Ursachen treten vor allem bei ungeimpften oder jungen Katzen auf und sind meist mit weiteren Symptomen verbunden (z. B. Fieber, Erbrechen).

Andere Erkrankungen

  • Nieren- oder Lebererkrankungen
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
  • Morbus Addison, Schilddrüsenüberfunktion
  • Tumoren oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (IBD)
  • Nebenwirkungen von Medikamenten

In diesen Fällen sind umfangreiche Diagnosen notwendig: Blutbild, Urin, Kotprofil, Röntgen oder Ultraschall.


Wann muss deine Katze zum Tierarzt?

Bei diesen Anzeichen sofort handeln

  • Anhaltender Durchfall über mehr als 24–48 Stunden
  • Deutliche Schwäche oder Apathie
  • Erbrechen zusätzlich zum Durchfall
  • Blut im Kot (besonders größere Mengen oder schwarz verfärbt)
  • Starkes Abnehmen, Austrocknung (stehende Hautfalte)
  • Durchfall bei Kitten oder alten Katzen

👉 Mit Petla findest du in wenigen Klicks einen passenden Tierarzt in deiner Nähe – auch bei kurzfristigen Problemen.

Was du zu Hause tun kannst – nach tierärztlicher Rücksprache

  • Viel frisches Wasser anbieten, um Austrocknung zu vermeiden
  • Eventuell auf Schonkost umstellen (z. B. gekochtes Huhn mit Reis)
  • Medikamente nur auf Anweisung des Tierarztes verabreichen
  • Katze nicht eigenständig fasten lassen – das kann gefährlich sein!

Vorbeugung: So bleibt der Darm gesund

Fütterung & Hygiene

  • Futterumstellung immer schrittweise über 4–7 Tage
  • Keine Tischreste, rohes Fleisch oder Milchprodukte geben
  • Hochwertiges, ausgewogenes Futter wählen
  • Regelmäßig Näpfe und Toiletten reinigen

Gesundheitsvorsorge

  • Regelmäßige Entwurmung (nach Rücksprache mit dem Tierarzt)
  • Impfstatus aktuell halten
  • Stressquellen erkennen und vermeiden
  • Routineuntersuchungen 1–2 Mal pro Jahr – gerade bei älteren Katzen

Fazit: Durchfall beobachten, nicht unterschätzen

Durchfall bei Katzen ist ein häufiges Symptom – manchmal harmlos, oft aber ein Warnsignal. Achte auf Begleitsymptome und die Dauer. Besonders bei jungen, alten oder vorerkrankten Katzen solltest du keine Zeit verlieren. Lass deinen Stubentiger bei Bedarf tierärztlich untersuchen und hilf ihm durch passende Fütterung, Entwurmung und viel Ruhe bei der Erholung.

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