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Warum hustet mein Hund? 12 mögliche Ursachen im Überblick
HundHusten

Warum hustet mein Hund? 12 mögliche Ursachen im Überblick

Petla Experte

Petla Experte

5. August 20255 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Gelegentliches Husten kommt bei Hunden zwar selten vor, ist aber meist unbedenklich. Wenn dein Hund jedoch anhaltend hustet, solltest du ihn tierärztlich untersuchen lassen. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Ursachen hinter dem Husten stecken können – von harmlosen Reizungen bis zu ernsten Erkrankungen – und wann ein Besuch in der Tierarztpraxis dringend nötig ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Husten beim Hund kann viele Ursachen haben: von Allergien über Infektionen bis hin zu Herzkrankheiten
  • Warnzeichen wie Atemnot, blutiger Auswurf oder Apathie sind ein medizinischer Notfall
  • Besonders kleine, übergewichtige oder ältere Hunde sind anfällig für chronische Atemwegserkrankungen
  • Bei Unsicherheit oder anhaltendem Husten sollte immer eine tierärztliche Abklärung erfolgen

12 mögliche Ursachen für Husten bei Hunden

1. Allergien

Allergien gehören zu den häufigsten Ursachen für Husten bei Hunden. Besonders eingeatmete Stoffe wie Staub oder Pollen reizen die Atemwege. Weitere typische Begleiterscheinungen sind:

  • Niesen
  • Keuchen
  • Tränende Augen
  • Nasenausfluss
  • Juckreiz an Haut und Augen
  • Starkes Kratzen oder Lecken
  • Erbrechen und Durchfall

Meist sind diese Beschwerden zwar nicht gefährlich, aber sehr unangenehm. Eine tierärztliche Behandlung kann deinem Hund Erleichterung verschaffen und Folgeprobleme wie Hautinfektionen verhindern.

2. Eingeatmete Reizstoffe

Auch das Einatmen von Reizstoffen wie Rauch, Staub oder Pollen kann akuten Husten auslösen. Das ist eine normale Schutzreaktion des Körpers. In der Regel ist das harmlos und erfordert keinen Tierarztbesuch – solange keine weiteren Symptome auftreten.

3. Übergewicht

Hunde mit Übergewicht husten häufiger – besonders bei Anstrengung. Übergewicht erhöht auch das Risiko für Erkrankungen wie einen kollabierten Luftröhrenschlauch. Achte daher auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung, um Atemprobleme zu vermeiden.

4. Bakterielle und virale Infektionen

Verschiedene Infektionen können bei Hunden Husten auslösen, darunter:

  • Zwingerhusten
  • Hundegrippe
  • Staupe

Zwingerhusten ist die häufigste infektiöse Ursache. Staupe ist potenziell lebensbedrohlich. Wenn du den Verdacht auf eine Infektion hast, solltest du deinen Hund unbedingt tierärztlich untersuchen lassen – zum Schutz deines Tieres und anderer Hunde.

5. Chronische Bronchitis

Bei chronischer Bronchitis sind die Atemwege dauerhaft entzündet. Typisch ist ein trockener, hackender Husten, der sich bei Aufregung oder Bewegung verstärkt. Eine Diagnose ist nur durch den Tierarzt möglich. Die Behandlung erfolgt meist mit speziellen Inhalationspräparaten für Hunde.

6. Herzerkrankungen

Herzprobleme verursachen häufig Husten – oft durch Flüssigkeit in der Lunge. Solche Erkrankungen sind ernst und müssen unbedingt tierärztlich behandelt werden.

7. Kollabierte Luftröhre

Ein kollabierter Luftröhrenschlauch führt zu einem typischen „hupenden“ Husten. Auslöser ist oft eine Reizung durch starkes Ziehen an der Leine. Besonders kleine Rassen wie Chihuahuas oder Yorkies sowie übergewichtige Hunde sind gefährdet.

8. Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie)

Hierbei ist der Blutdruck in den Lungengefäßen erhöht, was die Sauerstoffversorgung erschwert. Mögliche Symptome sind:

  • Husten
  • Kurzatmigkeit
  • Ohnmachtsanfälle
  • Flüssigkeit im Bauchraum

Diese Erkrankung ist ernst und muss umgehend tierärztlich behandelt werden – meist mit einer Kombination aus Medikamenten und langfristiger Therapie.

9. Fremdkörper

Hat dein Hund einen Fremdkörper eingeatmet, führt das oft zu Husten und Atemnot. In solchen Fällen ist eine sofortige Notfallversorgung notwendig – manchmal sogar eine Operation. Es besteht akute Lebensgefahr.

10. Tumoren und Krebs

Tumoren in Lunge, Kehlkopf oder Atemwegen können ebenfalls Husten verursachen. Diese Ursache ist zwar selten, aber immer ernst zu nehmen. Je früher die Diagnose erfolgt, desto besser die Prognose.

11. Vergiftungen

Husten kann durch Vergiftungen entstehen – z. B. nach dem Verzehr von Giftpflanzen, Reinigungsmitteln oder verdorbenem Essen. Wenn du den Verdacht hast, dass dein Hund etwas Giftiges gefressen hat, ist das ein Notfall. Suche sofort tierärztliche Hilfe.

12. Weitere Erkrankungen

Auch seltene Erkrankungen wie Parasiten, Stoffwechselstörungen oder neurologische Probleme können Husten auslösen. Bei anhaltendem oder unerklärlichem Husten solltest du immer einen Tierarzttermin vereinbaren.


Wann solltest du mit deinem hustenden Hund zum Tierarzt?

Sofort zur Tierklinik, wenn dein Hund…

  • Blut hustet
  • Hinweise auf eine Verletzung oder einen Fremdkörper zeigt
  • Anzeichen für eine Vergiftung hat
  • Atemnot oder Erstickungsgefahr zeigt
  • Anzeichen von Herzversagen hat

Zeitnah zum Tierarzt, wenn dein Hund…

  • Krank wirkt oder andere Symptome hat
  • Husten über mehrere Tage hinweg zeigt
  • Hinweise auf eine Herzerkrankung aufweist
  • Allgemein geschwächt ist oder sich sein Zustand verschlechtert

👉 Mit Petla findest du in wenigen Klicks eine passende Tierarztpraxis in deiner Nähe!


Fazit: Husten ernst nehmen – aber nicht in Panik verfallen

Husten bei Hunden kann viele Ursachen haben – von harmlos bis lebensbedrohlich. Wenn du die möglichen Auslöser kennst und rechtzeitig handelst, schützt du deinen Hund vor unnötigem Leid. Regelmäßige Vorsorge, ein gesundes Gewicht und ein reizstofffreies Umfeld helfen dabei, Husten vorzubeugen. Bei andauerndem Husten oder zusätzlichen Symptomen solltest du unbedingt tierärztlichen Rat einholen.

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