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Warum Impfungen für Hunde wichtig sind
HundImpfung

Warum Impfungen für Hunde wichtig sind

Petla Experte

Petla Experte

6. August 20254 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Impfungen sind ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsvorsorge beim Hund. Sie helfen dabei, deinen Vierbeiner vor gefährlichen Infektionskrankheiten zu bewahren. Dieses Verfahren, das auch als Immunisierung bekannt ist, trainiert das Immunsystem gezielt für den Ernstfall. In diesem Beitrag erfährst du, welche Impfungen für deinen Hund relevant sind, wie sie wirken und worauf du achten solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Impfstoffe aktivieren das Immunsystem deines Hundes ohne schwere Erkrankung
  • Es gibt Lebend-, Tot- und Subunit-Impfstoffe
  • Impfungen können auch Symptome mildern, wenn kein vollständiger Schutz gegeben ist
  • Die Grundimmunisierung erfolgt im Welpenalter und wird später aufgefrischt
  • Herdenimmunität schützt auch ungeimpfte oder geschwächte Tiere

So funktioniert eine Impfung beim Hund

Beim Impfen wird das Immunsystem deines Hundes mit einem Erreger konfrontiert – jedoch in einer sicheren Form. Je nach Impfstofftyp handelt es sich entweder um abgeschwächte lebende Erreger (Lebendimpfstoffe), vollständig inaktivierte Krankheitserreger (Totimpfstoffe) oder nur bestimmte Eiweißbestandteile dieser Erreger (sogenannte Subunit-Impfstoffe).

Nach der Verabreichung beginnt das Immunsystem, spezielle Abwehrstoffe – sogenannte Antikörper – zu bilden. Kommt der Hund später mit dem echten Erreger in Kontakt, erkennt sein Körper diesen schnell wieder und bekämpft ihn gezielt. Diese Fähigkeit nennt man immunologisches Gedächtnis.

Lebendimpfstoffe bieten in der Regel einen stärkeren Schutz, da sie eine intensivere Reaktion des Immunsystems hervorrufen. Sie führen jedoch zu einer leichten, wenn auch kontrollierten Infektion, was ein gewisses Risiko mit sich bringen kann. Totimpfstoffe sind in dieser Hinsicht sicherer, bieten aber manchmal eine etwas schwächere Immunantwort.

Auch gegen bestimmte bakterielle oder durch Pilze verursachte Erkrankungen (Mykosen) sind inzwischen Impfstoffe verfügbar.


Schutzwirkung: Nicht immer gleich vollständige Immunität

Ein häufiges Missverständnis ist die Annahme, dass eine Impfung immer eine vollständige Ansteckung verhindert. In Wirklichkeit kann es vorkommen, dass ein geimpfter Hund dennoch infiziert wird. Der entscheidende Unterschied ist jedoch, dass die Symptome dann meist viel milder verlaufen. Bei Erkrankungen, die sonst lebensbedrohlich sein könnten, zeigt der Hund im besten Fall nur geringe Beschwerden.

In einigen Fällen schützt die Impfung auch nicht den geimpften Hund direkt, sondern seine Nachkommen. Wird etwa eine trächtige Hündin rechtzeitig geimpft, können die Welpen über die Muttermilch vor bestimmten Infektionen geschützt werden. Gerade in den ersten Lebenswochen, wenn das Immunsystem noch nicht ausgereift ist, ist dieser sogenannte passive Schutz besonders wertvoll.


Wann und wie oft geimpft werden sollte

Die Basis aller Impfmaßnahmen bildet die sogenannte Grundimmunisierung. Diese erfolgt in den ersten Lebensmonaten deines Hundes und legt die Grundlage für einen langfristigen Schutz. Meist beginnt der Impfplan um die achte Lebenswoche, in manchen Fällen auch früher. Die Grundimmunisierung umfasst mehrere Impfungen in kurzem Abstand, oft im Abstand von wenigen Wochen.

Nach dieser ersten Phase müssen die Impfungen in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Die Häufigkeit hängt vom jeweiligen Impfstoff ab. Einige schützen nur ein Jahr lang, andere sogar bis zu drei Jahre oder länger. Ein standardisiertes Impfschema, das auf deinen Hund abgestimmt ist, hilft dabei, den Überblick zu behalten. Die tierärztliche Praxis wird dich hierzu individuell beraten.

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Was bedeutet Herdenimmunität?

Die sogenannte Herdenimmunität beschreibt ein Phänomen, bei dem der Schutz einzelner Tiere auf die gesamte Gruppe übergreift. Wenn ein großer Teil der Hunde in einem bestimmten Umfeld geimpft ist, kann sich ein Erreger kaum noch verbreiten. Das senkt auch für ungeimpfte oder gesundheitlich geschwächte Tiere das Risiko, sich anzustecken.

Ein praktisches Beispiel: Ein älterer Hund, der aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden kann, wird in einer Hundepension untergebracht. Sind dort alle anderen Tiere gegen Zwingerhusten immunisiert, ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung sehr gering. Der kranke Hund profitiert somit indirekt von der Impfbereitschaft der anderen.

Aus diesem Grund ist es auch sinnvoll, Hunde impfen zu lassen, selbst wenn sie persönlich kein hohes Risiko für eine bestimmte Erkrankung haben. Sie tragen so zum Schutz der gesamten Tiergemeinschaft bei.

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