Mit dem Hund nach Spanien: Einreise & Leishmaniose-Schutz
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Mit dem Hund nach Spanien: Einreise & Leishmaniose-Schutz

Céline Birkl
Céline Birkl
16. September 20266 Min. Lesezeit
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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Spanien ist EU – die Einreise mit Hund oder Katze ist Standard: erst der Chip, dann die Tollwutimpfung – umgekehrt ist die Impfung nicht gültig –, danach mindestens 21 Tage Wartezeit. Der eigentliche Knackpunkt liegt woanders: Spanien gehört zu den Mittelmeerregionen mit dem höchsten Leishmaniose-Risiko. Hier erfährst du, welche Papiere du brauchst und warum der Schutz vor Sandmücken schon vor der Abreise beginnt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Spanien ist EU-Mitglied – für die Einreise reichen Mikrochip, gültige Tollwutimpfung und EU-Heimtierausweis, keine Sonderformulare
  • Die Reihenfolge zählt: erst Mikrochip, dann Tollwutimpfung, dann mindestens 21 Tage warten – sitzt der Chip erst nach der Impfung, ist die Impfung laut EU-Regeln nicht gültig
  • Spanien liegt in einer der Mittelmeerregionen mit dem höchsten Leishmaniose-Risiko – laut MSD Veterinary Manual ist die Erkrankung im Mittelmeerbecken endemisch
  • Übertragen wird Leishmaniose von Sandmücken, nicht von Zecken – sie sind nachtaktiv und suchen ihren Wirt laut ESCCAP-Leitlinie 5 vor allem nach Sonnenuntergang
  • Eine Behandlung heilt Leishmaniose laut MSD Veterinary Manual häufig nicht vollständig aus – deshalb zählt Vorbeugen mehr als Behandeln
  • Repellierender Sandmückenschutz gehört vor die Reise auf den Tierarzttisch – dazu die Herzwurm-Prophylaxe gegen Stechmücken
  • Vorsicht bei Katzen im Haushalt: Permethrin-Präparate für Hunde sind für Katzen giftig — International Cat Care rät deshalb zuerst zu einem Präparat ohne Permethrin für den Hund; nimmst du doch eines, müssen Hund und Katze 72 Stunden getrennt bleiben
  • Für die Katze selbst gibt es laut ESCCAP-Leitlinie 5 derzeit kein zugelassenes Mittel gegen Sandmückenstiche – Permethrin ist für sie tabu

Du planst mit deinem Hund einen Urlaub in Spanien – Strände an der Costa Brava, Wanderungen in Andalusien oder ein Ferienhaus im Hinterland? Spanien ist ein wunderbares Reiseland für Vierbeiner, und die Einreise ist formal unkompliziert, weil Spanien zur EU gehört. Es gibt aber ein Thema, das du hier ernster nehmen solltest als bei fast jedem anderen Reiseziel: den Schutz vor Sandmücken und der Leishmaniose. Genau darum geht es in diesem Ratgeber.

Die Papiere: Spanien ist EU – der Standard reicht

Weil Spanien EU-Mitglied ist, gelten die ganz normalen EU-Reiseregeln – keine Sonderformulare, keine Quarantäne. Dein Hund (oder deine Katze) braucht:

  • einen Mikrochip zur eindeutigen Kennzeichnung,
  • eine gültige Tollwutimpfung,
  • und einen EU-Heimtierausweis, den eine ermächtigte Tierärztin ausstellt.

Wichtig ist die Reihenfolge: erst der Chip, dann die Tollwutimpfung, dann mindestens 21 Tage warten, bevor du losfährst. Diese Reihenfolge ist kein Formalismus, sondern die Bedingung, unter der die Impfung überhaupt zählt – Your Europe formuliert sie so: „To be valid, your pet must have been microchipped before the vaccination is given.“ Wird der Chip erst nach der Impfung gesetzt, ist die Impfung also nicht gültig; sie muss nach dem Chippen wiederholt werden, und weil sie dann wieder als Erstimpfung gilt, läuft auch die 21-Tage-Frist neu. Bei der Impfung muss dein Tier mindestens 12 Wochen alt sein – ein Welpe darf damit frühestens mit rund 15 Wochen mitreisen. Die 21 Tage sind eine Mindestwartezeit; den genauen Vorlauf bestätigt dir deine Praxis. Wie das Schritt für Schritt läuft, steht ausführlich im EU-Heimtierausweis-Ratgeber. Einen Überblick, was in einzelnen EU-Ländern zusätzlich gilt, findest du unter Einreisebestimmungen für den Hund in EU-Länder.

So weit, so entspannt. Der eigentliche Grund, warum Spanien einen eigenen Ratgeber verdient, ist ein anderer.

Warum Spanien beim Thema Leishmaniose besonders ist

Spanien liegt mitten im Mittelmeerraum – und genau dort ist die Leishmaniose zu Hause. Laut MSD Veterinary Manual ist die Erkrankung im Mittelmeerbecken (neben Süd- und Mittelamerika, Nordafrika und dem Nahen Osten) endemisch, also fest verbreitet. Für einen Hund aus Deutschland heißt das: Auf der Gassirunde daheim ist das Risiko verschwindend gering – ganz null ist es allerdings nicht, denn die ESCCAP-Leitlinie 5 (Vector-Borne Diseases, 5. Auflage 12/2024) nennt Funde der Sandmückenart Phlebotomus perniciosus in einzelnen Gebieten Süddeutschlands und der Südschweiz und führt einige Berichte über Hunde, die nie in einem Endemiegebiet waren –, in Spanien dagegen ist es real. Und noch ein Unterschied ist wichtig: Infektion ist nicht gleich Erkrankung. In Endemiegebieten tragen sehr viel mehr Hunde den Erreger, als je krank werden – laut MSD zeigt nur etwa jeder zehnte infizierte Hund überhaupt Symptome.

Übertragen wird die Leishmaniose nicht von Zecken, sondern von kleinen, blutsaugenden Sandmücken. Das MSD Veterinary Manual beschreibt es so: Hunde infizieren sich am häufigsten über die Stiche infizierter Sandmücken. Wann sie stechen, beschreibt die ESCCAP-Leitlinie 5: Sandmücken sind nachtaktiv, die meisten Arten suchen ihren Wirt nach Sonnenuntergang, und tagsüber ruhen sie in dunklen, feuchten Verstecken – Mauerspalten, Holzstapeln, Stallungen, Kellern. Also genau dann und dort, wo man an lauen spanischen Sommerabenden gern noch draußen sitzt.

Und hier kommt der Teil, den man ehrlich benennen muss: Leishmaniose ist nicht einfach „ausbehandelbar“. Laut MSD Veterinary Manual führt die Behandlung häufig nicht zu einer vollständigen Heilung – behandelte Hunde können Träger bleiben und Rückfälle bekommen, und bei schwer betroffenen Tieren kann die Behandlung sehr lange dauern, im Extremfall lebenslang. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein sehr guter Grund, das Vorbeugen ernst zu nehmen. Was im Körper genau passiert und welche Symptome auftreten, liest du im Detail im Parasiten-Center: Leishmaniose und Mittelmeerkrankheiten auf Reisen.

Vorbeugen schlägt Behandeln – und beginnt vor der Abreise

Weil es keine garantierte Heilung gibt, ist der Schutz vor den Stichen die wichtigste Maßnahme. Das MSD Veterinary Manual empfiehlt für Hunde, die in Endemiegebiete reisen, ausdrücklich den Einsatz schützender Insektenschutzmittel. Vier Dinge solltest du dafür wissen:

Erstens: Der Vektorschutz gehört auf den Tierarzttisch, bevor die Reise losgeht. Welches repellierende Präparat für deinen Hund passt und wie viel Vorlauf es braucht, entscheidet die Tierarztpraxis – und der Vorlauf ist keine Kleinigkeit: In der Tabelle des MSD Veterinary Manual setzt der Schutz eines Deltamethrin-Halsbands erst nach sieben Tagen ein, während Permethrin-Spot-ons nach 24 bis 48 Stunden wirken. Plane das Beratungsgespräch also rechtzeitig ein, nicht erst in der Woche vor Abreise. Konkrete Produkte oder Dosierungen nennen wir hier bewusst nicht – das gehört in fachkundige Hände. Wie lange geschützt werden muss, hängt am Ziel: Die ESCCAP-Leitlinie 5 nennt für Endemiegebiete eine Sandmückensaison von April bis November – und für Südspanien (wie auch für Italien, Portugal und Griechenland) kann ganzjähriger Schutz nötig sein.

Zweitens: Du kannst das Risiko mit deinem Verhalten senken. Nimm deinen Hund in der Abend- und Morgendämmerung mit ins Haus – genau das empfiehlt die ESCCAP-Leitlinie 5 für die gesamte Risikosaison – und lass ihn auch nachts drinnen, weil die Sandmücken laut derselben Leitlinie nach Sonnenuntergang ihren Wirt suchen; halte ihn von feuchten, dunklen Ecken fern, in denen die Sandmücken ruhen, und nutze sehr engmaschige Insektennetze an Fenstern und Türen: Sandmücken sind deutlich kleiner als Stechmücken, die ESCCAP-Leitlinie 5 nennt eine Maschenweite unter 0,4 mm²; ein normales Fliegengitter hält sie nicht auf. Jeder vermiedene Stich zählt.

Drittens: Der Schutz endet nicht an der Grenze. Erwähne den Spanien-Aufenthalt bei jedem späteren Tierarztbesuch – auch Jahre später, denn zwischen Infektion und den ersten Zeichen liegen laut MSD Veterinary Manual Monate bis Jahre, laut ESCCAP-Leitlinie 5 drei Monate bis Jahre. Mehr dazu steht im Mittelmeerkrankheiten-Ratgeber.

Und viertens: Frag nach der Impfung. Für Hunde gibt es in der EU eine Leishmaniose-Impfung – die ESCCAP-Leitlinie 5 nennt einen Impfstoff auf Basis des rekombinanten Protein Q, dessen Vermarktung die EU-Kommission 2016 genehmigt hat. Das MSD Veterinary Manual nennt Impfung neben dem Insektenschutz ausdrücklich als besten Schutz, und die ESCCAP-Leitlinie 5 sieht das genauso: synthetische Pyrethroide plus Impfung seien derzeit der beste Weg, die Erkrankung zu kontrollieren. ⚠️ Sie ersetzt den Sandmückenschutz also nicht, und eine Garantie ist sie auch nicht: Laut ESCCAP-Leitlinie 5 senkt sie nach einem Kontakt mit dem Erreger das Risiko, dass eine aktive Infektion, eine Erkrankung oder beides entsteht. Geimpft werden darf laut derselben Leitlinie nur ein seronegativer – also nicht infizierter – Hund ab sechs Monaten; ob dein Hund seronegativ ist, zeigt erst ein Test. Ob die Impfung für deinen Hund und euer Reiseziel sinnvoll ist, klärst du in der Tierarztpraxis – am besten Monate vor der Abreise.

Nicht nur Sandmücken: der Herzwurm reist mit

Im warmen Süden lohnt sich noch ein zweiter Blick – auf die Stechmücken. Sie übertragen den Herzwurm (Dirofilaria immitis). Das MSD Veterinary Manual beschreibt die Übertragung klar: Tiere infizieren sich über den Stich von Mücken, die infektiöse Larven in sich tragen. Auch hier gilt: Vorbeugen ist zuverlässig möglich, aber nur mit verschreibungspflichtigen Wirkstoffen und nach Absprache mit der Tierärztin.

Für die Zeitplanung sind zwei Punkte wichtig, und beide stehen in den Quellen:

  • Vor der Reise steht ein Test. Das MSD Veterinary Manual empfiehlt für Hunde, die in ein Endemiegebiet reisen und noch keine Prophylaxe erhalten, zuerst einen Antigen- und Mikrofilarien-Test – und erst bei negativem Ergebnis den Start des Wirkstoffs, noch vor der Abreise.
  • Das Fenster ist eng. Die ESCCAP-Leitlinie 5 nennt für Tiere, die aus einem nicht-endemischen in ein endemisches Gebiet reisen: Behandlung innerhalb von 30 Tagen nach der Ankunft im Risikogebiet. Bei einem Aufenthalt von höchstens einem Monat genügt laut derselben Leitlinie eine einzige Gabe, üblicherweise bald nach der Rückkehr; bei längeren Aufenthalten braucht es die monatliche Gabe, mit der letzten innerhalb eines Monats nach der Abreise aus dem Risikogebiet. Der Grund für dieses Fenster steht ebenfalls dort: Die Wirkstoffe erfassen die Larvenstadien, die sich in den vorangegangenen 30 Tagen entwickelt haben – wer es verpasst, erwischt sie nicht mehr.

Sprich die Herzwurm-Prophylaxe am besten im selben Vorreise-Termin an wie den Sandmückenschutz – dann ist beides aus einer Hand geplant.

Und die Katze?

Reist deine Katze mit, gelten für sie dieselben Papiere wie für den Hund – und dieselbe Reihenfolge: erst Chip, dann Tollwutimpfung, dann mindestens 21 Tage warten. Der EU-Heimtierausweis dokumentiert beides. Auch Katzen können sich mit Leishmaniose infizieren – häufiger, als man denkt: Die ESCCAP-Leitlinie 5 nennt PCR-Nachweise bei bis zu 20 % der Katzen in Portugal und 60 % auf Sizilien, von denen nur wenige klinisch krank wurden. Eine Infektion ist bei der Katze also nicht dasselbe wie eine Erkrankung – wie groß ihre Rolle bei der Übertragung ist, hält dieselbe Leitlinie ausdrücklich für noch nicht geklärt.

Ein wichtiger Sicherheitshinweis, falls Hund und Katze gemeinsam reisen: Viele Sandmücken-Repellents für Hunde sind Pyrethroide – vor allem Permethrin und Deltamethrin –, und Permethrin ist für Katzen giftig. Ein Hundepräparat gehört deshalb niemals an die Katze – auch nicht „nur ein bisschen“. ⛔ Und das ist nur die halbe Regel: Die Katze kann sich auch am frisch behandelten Hund vergiften. Schon wenn sie sich an ihm reibt oder auch nur auf demselben Möbelstück sitzt, kann Permethrin laut International Cat Care auf ihr Fell übergehen und eine Vergiftung auslösen — und in einer gemeinsamen Ferienwohnung lässt sich das kaum vermeiden.

International Cat Care nennt dafür zwei Schritte, und die Reihenfolge ist der Punkt: Lebt eine Katze mit im Haushalt, wähle zuerst ein Präparat für den Hund, das kein Permethrin enthält. Erst wenn es doch ein Permethrin-Präparat wird, gilt der Notbehelf: Hund und Katze 72 Stunden getrennt halten. Im Urlaub ist das der schwierigere der beiden Wege – also entscheide über das Präparat, bevor ihr fahrt, nicht über die Trennung, wenn ihr schon da seid. Auch die ESCCAP-Leitlinie 3 rät, für Katzen giftige Präparate in Haushalten mit Hund und Katze zu vermeiden oder sie nur unter Beachtung der jeweiligen Warnhinweise einzusetzen. Sie hält dabei fest, dass einige synthetische Pyrethroide sehr wohl für die Katze selbst zugelassen sind – das gilt aber nicht für Hundepräparate: Hoch konzentrierte synthetische Pyrethroide, die nur zur Anwendung beim Hund zugelassen sind, nennt dieselbe Leitlinie ausdrücklich giftig für Katzen.

⚠️ Das heißt aber nicht, dass es einen Sandmückenschutz für die Katze gibt. Die ESCCAP-Leitlinie 5 ist an dieser Stelle unmissverständlich: „there are currently no drugs available for cats to avoid phlebotomine bites and to prevent Leishmania transmission. Permethrin cannot be used as a preventative in cats due to its toxicity for this species. Flumethrin collars have sand fly repellency properties and may be an off-label option.“ Für die Katze bleiben also die Maßnahmen, die nicht am Wirkstoff hängen: nachts und in der Dämmerung nicht draußen, und die engmaschigen Netze an Fenstern und Türen – die schützen ohnehin den Raum und nicht das einzelne Tier. Ob darüber hinaus ein Off-Label-Einsatz in ihrem Fall vertretbar ist, ist eine tierärztliche Abwägung: Kläre den Schutz für beide Tiere gemeinsam in der Praxis, bevor ihr fahrt.

Deine Spanien-Checkliste

  • Papiere prüfen, in dieser Reihenfolge: erst Chip, dann Tollwutimpfung, dann mindestens 21 Tage warten – der EU-Heimtierausweis dokumentiert beides. Ein Chip nach der Impfung macht die Impfung ungültig; sie muss dann wiederholt werden, mit neuer 21-Tage-Frist.
  • Tierarzttermin vorziehen: rund drei bis vier Wochen vor Abreise – Vektorschutz und Herzwurm-Prophylaxe gemeinsam besprechen. Beim Halsband kann der Schutz erst nach sieben Tagen einsetzen.
  • Sandmückenschutz konsequent anwenden, genau so, wie die Praxis es empfiehlt.
  • Dämmerung und Nacht: Hund ins Haus, engmaschige Netze nutzen (Maschenweite unter 0,4 mm²).
  • Bei Katzen: niemals Hunde-Repellents verwenden – und für den Hund am besten von Anfang an ein Präparat ohne Permethrin wählen.
  • Nach der Reise: Die letzte Gabe der Herzwurm-Prophylaxe gehört laut ESCCAP-Leitlinie 5 innerhalb eines Monats nach der Abreise aus dem Risikogebiet – bei einem Aufenthalt von höchstens einem Monat genügt eine einzige Gabe, und zwar bald nach der Rückkehr, nicht erst am Ende dieser Frist. Sie fängt die Larven ab, die noch am Ende des Urlaubs übertragen wurden. Und erwähne den Spanien-Aufenthalt in jeder Tierarztpraxis, auch Jahre später noch.

Einen Tierarzt in deiner Nähe, der dich vor der Spanien-Reise berät und den Schutz zusammenstellt, findest du über die Tierarztsuche.

Häufige Fragen

Kann ich meinen Hund ohne Weiteres nach Spanien mitnehmen?

Ja – Sonderformulare braucht es nicht. Spanien ist EU-Mitglied, du brauchst also nur die Standard-EU-Papiere: Mikrochip, gültige Tollwutimpfung und den EU-Heimtierausweis. „Ohne Weiteres“ heißt aber nicht „von heute auf morgen“: Der Chip muss vor der Tollwutimpfung sitzen, sonst ist die Impfung nicht gültig, und nach der Erstimpfung musst du mindestens 21 Tage warten. Rechne also gut drei Wochen Vorlauf ein – und wichtiger als die Bürokratie ist ohnehin der Schutz vor Sandmücken und dem Herzwurm.

Ist Leishmaniose beim Hund heilbar?

Nicht sicher. Laut MSD Veterinary Manual führt die Behandlung häufig nicht zu einer vollständigen Heilung; Hunde können Träger bleiben und Rückfälle bekommen. Mit tierärztlicher Betreuung lässt sich die Erkrankung oft lange gut kontrollieren – aber genau deshalb ist Vorbeugen so entscheidend.

Reicht das normale Zeckenhalsband für Spanien?

Nicht automatisch. Leishmaniose kommt von Sandmücken, nicht von Zecken. Entscheidend ist, dass das Präparat auch gegen Sandmücken abschreckend (repellierend) wirkt und rechtzeitig angelegt wird – bei einem Deltamethrin-Halsband setzt der Schutz laut MSD Veterinary Manual erst nach sieben Tagen ein. Lebt eine Katze mit im Haushalt, gehört zur Beratung auch die Frage, ob das Mittel Permethrin enthält. Lass dich vor der Reise beraten.

Wann sollte ich zum Tierarzt, wenn mein Hund aus Spanien zurück ist?

Bei Hautveränderungen, Augenveränderungen (entzündete Lidränder, Bindehaut- oder Hornhautentzündung), ungeklärtem Gewichtsverlust, Nasenbluten oder anhaltender Mattigkeit – und erwähne dabei immer den Spanien-Aufenthalt, selbst wenn er schon Jahre zurückliegt.

Quellen

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