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Die Augen von meinem Hund tränen: Ursachen, Symptome und was du tun solltest
HundAugen

Die Augen von meinem Hund tränen: Ursachen, Symptome und was du tun solltest

Petla Experte

Petla Experte

7. August 20254 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Wenn dein Hund tränende Augen hat, kann das harmlos sein oder auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen. Ob Allergien, Infektionen oder anatomische Besonderheiten: Hier erfährst du, worauf du achten solltest und wann ein Tierarztbesuch wichtig ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Tränende Augen können durch Fremdkörper, Allergien oder anatomische Ursachen ausgelöst werden
  • Einseitiger oder farbiger Ausfluss kann auf Infektionen oder Verletzungen hindeuten
  • Brachycephale Rassen wie Möpse oder Bulldoggen sind besonders anfällig
  • Bei Augenausfluss solltest du frühzeitig eine tierärztliche Untersuchung veranlassen
  • Die Behandlung reicht von Augentropfen bis zu operativen Eingriffen

Häufige Ursachen für tränende Augen beim Hund

Klarer Ausfluss deutet oft auf Reizungen durch Staub, Wind oder Allergien hin. Einseitiger Ausfluss kann ein Hinweis auf einen Fremdkörper im Auge sein. Gelb-grüner oder schleimiger Ausfluss ist meist ein Anzeichen für eine Infektion. Weil Augenprobleme auch durch Nerven- oder Hirnschäden ausgelöst werden können, ist eine genaue Untersuchung durch den Tierarzt wichtig.

Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
Diese Erkrankung kommt bei Hunden genauso häufig vor wie bei Menschen. Sie äußert sich durch:

  • Rötungen
  • Geschwollene Augenlider
  • Wässrigen oder schleimigen Ausfluss
  • Zusammenklebende Augenlider
  • Lichtempfindlichkeit
  • Blinzeln und Augenreiben

Die Ursachen sind vielfältig: Allergien, Fremdkörper, Infektionen, Fehlbildungen oder trockene Augen. Wichtig: Lass die genaue Ursache von einem Tierarzt klären, da manche Medikamente bei bestimmten Ursachen kontraproduktiv sein können.

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Formen der Bindehautentzündung

Allergische Konjunktivitis
Häufig saisonal und nicht ansteckend. Mögliche Auslöser sind:

  • Pollen
  • Hausstaubmilben
  • Schimmel
  • Parfüms oder Medikamente

Behandlung: kalte Kompressen, künstliche Tränen, Antihistaminika, entzündungshemmende Tropfen.

Virale Konjunktivitis
Ansteckend und kann bis zu drei Wochen andauern. Symptome ähneln Erkältung:

  • Schnupfen
  • Husten
  • Tränende Augen

Behandlung: kalte Kompressen, Tränenersatzmittel, gegebenenfalls Kortikosteroide.

Bakterielle Konjunktivitis
Verursacht durch Bakterien wie Streptokokken oder Staphylokokken. Behandelt wird mit antibiotischen Tropfen oder Salben.

Hornhautgeschwüre (Ulcus corneae)
Tiefe oder oberflächliche Verletzungen der Hornhaut, oft schmerzhaft. Ursachen:

  • Reizung durch Fremdkörper
  • Verletzungen
  • Trockene Augen

Symptome: Lichtempfindlichkeit, vermehrter Tränenfluss, Augenreiben, Trübung. Behandlung: Antibiotika, schmerzlindernde Tropfen, ggf. Operation.


Weitere Erkrankungen: Epiphora, KCS, Glaukom

Epiphora (übermäßiges Tränen)
Verfärbtes oder übelriechendes Fell unter den Augen kann durch:

  • Verstopfte Tränenkanäle
  • Allergien
  • Schmerzen am Auge
  • Tumoren oder Fremdkörper

Behandlung: abhängig von der Ursache – von Tropfen über Salben bis hin zu chirurgischen Eingriffen.

Trockene Augen (Keratoconjunctivitis sicca)
Wenn zu wenig Tränenflüssigkeit produziert wird, kann es zu Schleim, Entzündungen und Hornhautschäden kommen. Ursachen:

  • Immunerkrankungen
  • Verletzungen
  • Distemper (Staupe)

Behandlung: künstliche Tränen, Immuntherapie, ggf. Operation.

Glaukom (grüner Star)
Ein durch erhöhten Augeninnendruck verursachter Schmerz. Symptome:

  • Hervortretende Augen
  • Trübung der Linse
  • Vermehrter Tränenfluss

Behandlung: drucksenkende Medikamente oder chirurgischer Eingriff.


Rassedisposition und besondere Risiken

Brachycephale Rassen
Hunde mit flacher Schnauze wie Möpse, Boxer oder Bulldoggen haben oft:

  • Hervorstehende Augen
  • Zu kleine Tränenkanäle
  • Augenlider, die nicht ganz schließen

Folge: Tränenflüssigkeit läuft nicht ab, sondern auf das Gesicht – das begünstigt Hautentzündungen.

Hunde mit lockerer Gesichtshaut
Bluthunde, Cocker Spaniels oder Bernhardiner sind anfällig für:

  • Ektropium (nach außen gerollte Lider)
  • Entropium (nach innen gerollte Lider)
  • Cherry Eye (herausgefallene Nickhautdrüse)

Diese Zustände erfordern meist einen operativen Eingriff.


Pflege und Vorbeugung bei Augenerkrankungen

So trägst du Augentropfen richtig auf:

  1. Reinige den Augenausfluss mit einem angefeuchteten Wattepad
  2. Hebe den Kopf deines Hundes leicht an
  3. Halte deine Hand auf dem Kopf deines Hundes stabil
  4. Tropfe das Medikament vorsichtig in das obere Auge
  5. Bei Salbe: Unterlid leicht abziehen und eine kleine Menge einbringen
  6. Sanft das Augenlid schließen, damit sich das Mittel verteilt

So beugst du Augenproblemen vor:

  • Kontrolliere regelmäßig die Augen auf Rötung, Ausfluss, Trübung
  • Halte lange Haare aus dem Gesicht
  • Vermeide Reizstoffe wie Seifen oder Flohmittel
  • Beobachte genau bei häufigem Reiben oder Blinzeln

Fazit

Tränende Augen bei Hunden können viele Ursachen haben – von harmlosen Reizungen bis zu ernsthaften Erkrankungen. Wenn du Veränderungen an den Augen deines Hundes bemerkst, solltest du das immer abklären lassen. Je früher die Ursache erkannt wird, desto besser lässt sich dein Hund behandeln und Folgeschäden können verhindert werden.

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