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Warum verliert meine Katze Fell?
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Warum verliert meine Katze Fell?

Petla Experte

Petla Experte

7. August 20255 Min. Lesezeit

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen Ihres Haustieres wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt.

Viele Katzen verlieren regelmäßig Haare – aber wann wird das Haaren zum Problem? Wenn sich kahle Stellen bilden oder deine Katze auffällig viel Fell verliert, kann das ein Hinweis auf eine ernste Ursache sein. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Gründe infrage kommen, wie du Fellverlust erkennst und was du tun solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Fellverlust kann angeboren oder erworben sein – meist liegt eine entzündliche Hauterkrankung zugrunde
  • Häufige Ursachen: Parasiten, Infektionen, Allergien oder hormonelle Störungen
  • Auch übermäßiges Putzen bei Stress kann zu Haarausfall führen
  • Diagnostik umfasst Hauttests, Blutwerte und gegebenenfalls Biopsien
  • Eine frühzeitige tierärztliche Abklärung ist entscheidend für die richtige Behandlung

Was ist Alopezie bei Katzen?

Alopezie beschreibt einen teilweisen oder vollständigen Verlust von Fell an Stellen, an denen normalerweise Haare wachsen. Sie ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom, das viele verschiedene Ursachen haben kann.

Angeborener Haarverlust: Manche Katzen kommen mit einem genetisch bedingten Mangel an Haarfollikeln zur Welt. Dieser kann sofort sichtbar sein oder sich erst im Jugendalter zeigen. Nicht immer ist diese Form erblich.

Erworbener Haarverlust: In den meisten Fällen entwickeln Katzen erst im Laufe ihres Lebens kahle Stellen. Dabei war das Fell ursprünglich völlig normal. Ursachen können Entzündungen, Infektionen, hormonelle Störungen, Mangelernährung oder mechanische Einflüsse sein – zum Beispiel ständiges Reiben durch Halsbänder.


Häufige Ursachen für Haarausfall bei Katzen

Entzündliche Auslöser:
Infektionen durch Bakterien, Pilze oder Parasiten wie Flöhe, Milben oder Haarlinge sind sehr häufig. Auch allergische Reaktionen oder starke Entzündungen der Haut führen oft zu Juckreiz – die Katze kratzt sich und reißt sich dabei selbst Haare aus.

Nicht-entzündliche Ursachen:
Störungen des Hormonhaushalts, Mangelernährung (vor allem Proteinmangel) oder Stoffwechselerkrankungen können das Wachstum der Haarfollikel hemmen. Auch nach Atemwegserkrankungen kommt es häufig zu verstärktem Haarausfall, der sich allerdings meist ohne Entzündung zeigt.

Psychogene Ursachen:
Übermäßiges Lecken und Putzen, etwa durch Stress oder Langeweile, kann ebenfalls zu kahlen Stellen führen. Bei diesen sogenannten „Leckalopezien“ ist die Haut oft unverletzt, das Lecken findet häufig nachts oder heimlich statt.

Symmetrischer Haarverlust:
Wenn sich das Fell auf beiden Körperseiten gleichmäßig lichtet, liegt möglicherweise das Syndrom der felinen erworbenen symmetrischen Alopezie vor. Die häufigste Ursache ist eine Flohspeichelallergie, auch wenn keine Flöhe sichtbar sind.

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Symptome und Diagnosemöglichkeiten

So erkennst du problematischen Haarausfall:
Je nach Ursache zeigen sich zusätzliche Symptome wie Rötungen, Schuppen, Hautverdickungen, Juckreiz oder Sekretabsonderungen. Manche Katzen verlieren Fell ohne sichtbare Hautveränderung – andere kratzen sich blutig.

Untersuchungen beim Tierarzt:
Zunächst erfolgt eine gründliche Allgemein- und Hautuntersuchung. Je nach Verdacht folgen:

  • Hautgeschabsel oder Abklatschpräparate zum Nachweis von Parasiten oder Hefepilzen
  • Fellproben für mikroskopische Untersuchungen
  • Blut- und Urinanalysen zur Erkennung hormoneller oder innerer Erkrankungen
  • Hautbiopsien, wenn keine eindeutige Ursache gefunden wird

Wichtig: Viele Katzen zeigen ihren Juckreiz nicht deutlich. Ein Haarausfall ohne Kratzen schließt also eine juckende Ursache nicht aus.


Behandlung und Vorbeugung von Haarverlust

Die richtige Therapie hängt von der Ursache ab:
Wird eine Infektion diagnostiziert, helfen meist Antibiotika, Antimykotika oder Antiparasitika. Bei allergischen Reaktionen können Diäten, Flohkontrolle oder antiallergische Medikamente erforderlich sein. Hormonelle Störungen oder Mangelzustände werden gezielt behandelt.

Gegenmaßnahmen bei psychogener Alopezie:
Stressreduktion, Beschäftigungsmöglichkeiten und gegebenenfalls Verhaltenstherapie sind hier zentral. In einzelnen Fällen kann eine medikamentöse Unterstützung sinnvoll sein.

Vorbeugung durch richtige Pflege und Haltung:

  • Regelmäßige Parasitenkontrolle
  • Hochwertiges Futter mit ausreichend Protein
  • Stressarme Umgebung
  • Vorsicht bei dauerhaftem Tragen von Halsbändern
  • Keine übermäßigen Reinigungsprodukte oder Duftstoffe

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